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31.07.2011

Säure-Opfer Ameneh (31) verzichtet auf Vergeltung

Es war eines der meist diskutierten Gerichtsurteile im Iran: Nach einem hinterhältigen Säureangriff hätte die seitdem entstellte Ameneh Bahrami an ihrem Peiniger Rache üben und diesem das Augenlicht nehmen dürfen. In letzter Sekunde hat die Frau nun auf die Vergeltung verzichtet.

Im Jahr 2004 wurde die damals 24-Jährige Ameneh von einem verschmähten Liebhaber überwältigt und mit Säure übergossen. Dabei wurde das Gesicht der einst hübschen Frau verätzt, zudem erblindete sie. Seit der Irrsinns-Tat musste sich die in Spanien lebende Frau Dutzende Male operieren lassen - mit mäßigem Erfolg.

Augenlicht für immer verloren
Die Haut ihres Gesichts ist narbig und gespannt. Ihr rechtes Auge ist aus Glas, das linke von einem Hautstück überwachsen. Die Ärzte gehen nicht davon aus, dass die Iranerin jemals wieder sehen kann.

Trotz des Leids, das ihr zugefügt wurde, sah Ameneh heute von der geplanten Rache ab. Wie der staatliche, iranische TV-Sender IRIB berichtet, habe die 31-Jährige in letzter Sekunde auf die Vergeltung verzichtet. Die Frau hätte laut dem Gerichtsurteil nach dem Auge-um-Auge-Prinzip ihrem Peiniger bei dem Verfahren eine ätzende Flüssigkeit in die Augen träufeln dürfen.

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