Zeichen gegen Muslime

Stadt verordnet Schweinefleisch für Bürger

Schweinefleisch

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Die dänische Stadt Randers setzt ein umstrittenes Zeichen gegen Muslime setzen - und hat öffentliche Einrichtungen dazu verdonnert, Schweinefleisch auf den Speiseplan zu setzen.

Der Stadtrat der 60.000 Einwohner-Gemeinde macht mit einem außergewöhnlichen Beschluss auf sich aufmerksam: Öffentliche Einrichtungen sollen künftig dazu verpflichtet werden, Schweinefleisch zu servieren - um die dänische Esskultur zu erhalten.

Der Vorschlag der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei (DF) und der Liberalen Partei soll etwa Schulen und Kindergärten dazu verdonnern, traditionell dänisches Essen anzubieten. In welchem Umfang dies geschehen soll, geht aus dem eher allgemein gefassten Beschluss nicht hervor. Selbstverständlich werde niemand gezwungen, sich "im Widerspruch zu seinen Überzeugungen oder seiner Religion" zu ernähren, betonten die Initiatoren. Auch sei Rücksicht zu nehmen auf Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien.

Die Volkspartei positioniert sich klar gegen Einwanderung. Der ehemalige Minister für Integration und Soziales, Manu Sareen, kritisierte den Beschluss. Hier werde versucht, Kindern eine bestimmte Ideologie aufzudrängen, schrieb das Mitglied der linksliberalen Partei Det radikale Venstre (RV) auf Facebook. "Es ist unglaublich, in was sich Politiker alles einmischen."


Seit 2013 wird in Dänemark eine hitzige Debatte darüber geführt, ob aus Rücksicht auf Muslime Schweinefleisch von den Speiseplänen der öffentlichen Einrichtungen verschwinden solle. Die damalige sozialdemokratische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt hatte eine entsprechende Praxis in Kindergärten kritisiert. Eine damals durchgeführte Untersuchung hatte gezeigt, dass dies nur in 30 von 1719 Kindertagesstätten der Fall war.

Der Verzehr von Schweinefleisch hat aber auch wirtschaftlich eine große Bedeutung: Seit mehr als hundert Jahren spielt die Schweinezucht eine große Rolle in Dänemark. Auf 5000 Farmen werden jährlich etwa 28 Millionen Schweine gezüchtet. 90 Prozent des Fleisches gehen in den Export, lebendige Ferkel werden vor allem nach Deutschland geliefert. Insgesamt machen die Exporte fünf Prozent aller Ausfuhren aus.

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