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Super-GAU in Japan: Erdbeben, Kernschmelze - Bilder & Video

Japan

Aufgrund der radioaktiven Strahlung wurden viele Menschen evakuiert (© Wally Santana (AP))

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5. April Tepco kündigt Entschädigungen an AKW-Betreiber Tepco hat heute angekündigt, Entschädigungszahlungen an Behörden und Betroffene auszuzahlen. Der Chef der UN-Atombehörde IAEO, Yukiya Amano, forderte indes schärfe Sicherheitsstandards und volle Transparenz, um Vertrauen der Öffentlichkeit in die Atomenergie herzustellen. Die heftig kritisierten EU-Strahlungs-Grenzwerte für japanische Nahrungsmittel werden überprüft


4. April Russland schickt RiesenpumpeWeiterhin ströhmen Millionen Liter stark Radioaktiv verseuchtes Wasser ungehindert in den Pazifik. Russland entsendet ein Spezialschiff nach Japan, um verseuchtes Wasser aus dem AKW abzupumpen. Indes treffen in Wien ab Montag zahlreiche internationale Atomexperten zur 5. Überprüfungskonferenz des Übereinkommens über die nukleare Sicherheit zusammen.


3. April Wo bleiben die Lebensmittel?
Politiker in Japan sollen sich in Debatten und Diskussionen über die AKW-Katastrophe in Fukushima verstricken und dabei auf die Überlebenden in den betroffenen Katastrophen-Gebieten "vergessen", berichtet Welt Online. Die Menschen seien auf der Suche nach Trinkwasser, Lebensmittel und Decken. Medienberichten zufolge sucht AKW-Betreiber Tepco Freiwillige. Laut orf.at soll die Firma bis zu 3500 Euro bezahlen. Die Summe wird für Arbeiten in "verstrahlten Bereichen" bezahlt - manchmal auch für weniger als eine Stunde.


2. April Tokio bedroht
Meteorologen befürchten, dass radioaktive Partikel aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima am Sonntag nach Tokio wehen könnten. Denn der Wind in Japan kommt immer mehr aus Nordost. "Tokio könnte etwas abkriegen", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD).


1. April Royaler Besuch
Nach dem Besuch von Kaiser Akihito wollen nun auch Kronprinz Nahurito und Prinzessin Masako ein Flüchtlingslager besuchen, um den Opfern Mut zu machen. Tausende Menschen warteten heute vor dem wiedereröffneten Tokioter Ueno-Zoo, um zwei neue Pandas zu sehen. Gestern gegen Mitternacht versuchte ein 25-jähriger Japaner, auf das Areal von Fukushima II zu gelangen.Die Strahlen-Messwerte vom Grundwasser in und um das Atomkraftwerk seien teilweise fehlerhaft, teilte die Atomaufsichtsbehörde am Freitag mit. Das Grundwasser sei jedoch sehr wahrscheinlich dennoch verstrahlt.


31. März Leichen können wegen Strahlengefahr nicht geborgen werden
Bei Reaktorblock 1 wurden 10 000-fach erhöhte Werte von Jod-131 im Wasser entdeckt. Bis zu 1000 Leichen rund um das AKW Fukushima konnten wegen der Strahlengefahr bisher nicht geborgen werden. Frankreich und Japan einigten sich auf eine enge Zusammenarbeit für neue internationale Nuklear-Sicherheitsstandards. Bis Ende des Jahres sollen sich die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer auf ein neues Regelwerk einigen. Ein Team von 140 Strahlungsexperten sollen in demnächst in Japan eintreffen. Stresstests für sämtliche Atomkraftwerke in der EU – eine österreichische Idee. Doch warum erst testen anstatt den Ausstieg aus der Kernkraft einzuleiten?


30. März Japan verschärft AKW-Kontrollen
Die japanische Regierung hat verschärfte Sicherheitsstandards für seine 55 AKWs angeordnet. Bis Ende April muss in allen Atomkraftwerken auch bei Stromausfall weiter Energie verfügbar sein. Außerdem müssen die Kühlsysteme und Abklingbecken für verbrauchte Brennstäbe besser instand gehalten werden. Seit dem Wochenende gelten in der EU höhere Grenzwerte für Radioaktivität für aus Japan importierte Lebensmittel. Die IAEO forderte die Regierung auf, die Evakuierungszone rund um das AKW auszuweiten.


29. März Opferzahlen steigen
Die Anzahl der Toten ist auf 11.168 gestiegen ist. Über 16.400 Personen werden weiterhin vermisst. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy besucht am Donnerstag als erster ausländischer Staatschef nach der Atomkatastrophe Japan. Er werde dort mit Regierungschef Kan sprechen. Durch eine Ausweitung der Evakuierungszone müssten weitere 130.000 Personen ihre Häuser verlassen. Im Nordosten der USA sind derweil im Regenwasser Spuren von Radioaktivität entdeckt worden. Auch in China und Südkorea wurden geringe Spuren von radioaktivem Jod in der Atmosphäre gemessen.


28. März Frankreich schickt Hilfe
Der französische Atomkonzern Areva schickt in Kürze zwei Experten nach Japan, die sich mit dem radioaktiv verstrahlten Wasser beschäftigen sollen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, die Wasserstoffexplosion in Fukushima hätte mit der richtigen Technik vermieden werden können. Trotz des momentanen Ausnahmezustands hält das rohstoffarme Japan weiter an Kernenergie fest. Black Eyed Peas-Sängerin Fergie und die Geschwister Paris und Nicky Hilton starteten einen Spendenlauf für Opfer der Natur- und Atomkatastrophen in Japan.


27. März Betreiberfirma relativiert Messergebnisse
Der Wert von zehnmillionenfach erhöhter Strahlung sei von TEPCO falsch weitergegeben worden. Die Werte sollen "nur" 100.000 Mal höher sein als normal. Kaiser Akihito öffnete im ostjapanischen Nasu seine Baderäume für Opfer der Katastrophe. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel musste bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eine herbe Niederlage einstecken. Schuld am Wahl-Debakel: die verlogene Atompolitik der Bundesregierung.


26. März Songs for Japan
38 Stars aus der Musikwelt bringen nun ein Album heraus, dessen Verkaufserlös an das japanische Rote Kreuz geht. Mit dabei sind u.a. Elton John, U2 und Lady Gaga. Nach der Entdeckung von hochgradig verstrahltem Wasser haben die Einsatzkräfte damit begonnen, die Reaktorblöcke 1 und 3 in Fukushima mit Süßwasser zu kühlen..


25. März EU einigt sich auf "Stresstests"
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich auf öffentliche AKW-"Stresstests" zur Überprüfung aller Atomanlagen in der Europäischen Union bis zum Jahresende geeinigt. Die USA raten Japan, die Sperrzone rund um das beschädigte AKW Fukushima auf von 20 auf 80 Kilometer auszuweiten. Die Regierung empfahl den Bewohnern des Gebiets in einer Entfernung von 20 bis 30 Kilometern um das Kraftwerk, sich freiwillig in weiter entfernte Regionen zu begeben. Mehr als 10.000 Menschen verloren bei den Katastrophen in Japan ihr Leben. Nach mehr als 17.000 Vermissten wird noch gesucht. Der Schauspieler Jackie Chan tritt mit einer Charity-Aktion für Japan ein. "Meine Gedanken sind beim japanischen Volk."


23. März Bereits über 9500 Todesopfer
Die Zahl der Opfer steigt weiter und es werden bereits 9523 Tote beklagt. Außerdem gibt es noch etwa 16.000 Vermisste.Zwar könnte minimale radioaktive Strahlung nach Europa gelangen, diese sei aber nicht gesundheitsgefährdend. Italiens Ministerrat beschloss aufgrund der Katastrophen in Japan die geplante Einführung der Atomenergie auf Eis zu legen. Die japanische Regierung schätzt derzeit den Schaden nach den Katastrophen der letzten Tage auf 218 Milliarden Euro ein.Nur 72 Kilometer südöstlich vom Unglücks-AKW Fukushima entfernt gab es ein heftiges Nachbeben der Stärke 6,0.Kaum jemand kennt ihre Gesichter, kaum jemand die Namen, und sie erwartet der sichere Tod. Dennoch haben sich die 50 Arbeiter freiwillig gemeldet!


22. März Massengräber
Die Zahl der Toten nimmt immer mehr zu. Derzeit sollen Behörden überlegen, Erdbebenopfer in "Massengräbern beizusetzen. Der Wind könnte in den nächsten Tagen angeblich drehen und verstrahlte Luft in Richtung der Hauptstadt wehen.Bei Toyota und Honda steht nach wie vor die Autoproduktion, diese läuft frühestens Ende der Woche wieder an.Kraftwerksbetreiber Tepco entschuldigt sich bei all jenen, die aufgrund des Reaktorunfalls in Fukushima ihre Häuser verlassen mussten. Mittlerweile ist es traurige Gewissheit, dass 9.079 Menschen Opfer der Katastrophen in Japan wurden. 12.645 gelten weiterhin als vermisst.


21. März Atomdebatte im Parlament
Laut Angaben der Regierung zufolge soll der Reaktor 4 bald wieder mit Strom versorgt werden.Die Weltbank schätzt den Schaden durch die Naturkatastrophen und den Reaktorunfall in Japan auf 165 Milliarden Euro ein.Bisher wurden nach den verheerenden Erdbeben und dem Tsunami 8.649 Leichen aus den Trümmern geborgen. 12.877 Menschen gelten noch als vermisst.Neun Tage nach dem schrecklichen Erdbeben konnten gestern zwei Menschen lebend aus den Trümmern geborgen werden.Morgen übersiedelt die österreichische Atomdebatte ins Parlament. Auf Antrag der Opposition findet eine Sondersitzung des Nationalrats statt, in der sich auch die Regierungsseite zu Wort melden wird.


20. März Fukushima wird nie wieder in Betrieb gehen
Japan kündigte an, dass das AKW Fukushima vom Netz genommen werde, sobald die Lage unter Kontrolle ist. Das Kraftwerk wurde durch den Einsatz von Meerwasser zur Kühlung irreparabel beschädigt.In mehreren japanischen Großstädten wurde mittleweile radioaktive Strahlung nachgewiesen, diese liegt aber noch unter dem Grenzwert. Die Zahl der Todesopfer ist auf 8.133 gestiegen, 12.272 Menschen werden vermisst. Bis zu 400.000 Japaner müssen derzeit in Notunterkünften ausharren.Die in Japan lebende Musiklehrerin Cordula Schröck aus Bad Fischau war in der Erdbebenhölle


19. März Niederschläge erwartet
Im Nordosten des Landes werden am Sonntag und Montag Niederschläge erwartet. Auch wenn angeblich keine Gesundheitsgefahr besteht, soll die Bevölkerung nur in Notfällen das Haus verlassen. Sechs Arbeiter wurden bei Arbeiten am beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima verstrahlt. Bei den Männern wurden mehr als 250 Millisievert gemessen. Die japanischen Behörden haben im Leitungswasser Tokios Spuren von radioaktivem Jod nachgewiesen. Bisher wurden 7.348 Tote gezählt. Die Zahl wird aber noch weiter steigen, denn von über 10.000 Menschen fehlt noch jede Spur.Greenpeace warnt vor Importen: Derzeit besteht zwar noch keine Gefahr für den Genuss von Lebensmitteln aus Japan. Doch mit den Folgen der nuklearen Katastrophe könnte sich das bald ändern.


18. März Atomkraftwerk mit Wasser gekühlt
30 Löschfahrzeuge aus Tokio unterstützen die Arbeiter, kühlendes Wasser auf das AKW in Fukushima zu sprühen. Pro Minute könnten 3,8 Tonnen Wasser in 22 Meter Höhe gespritzt werden. Die Polizei spricht nun offiziell von 17.000 möglichen Toten. 6911 Tote sind bestätigt, 10.700 Menschen werden vermisst.GPS-Daten zufolge war die Tsunami-Welle vor einer Woche mindestens 23 Meter hoch. Mindestens 400 Quadratkilometer Land wurde überschwemmt.In China stürmen die Menschen derzeit die Lebensmittelgeschäfte um jodiertes Salz zu kaufen. Sie glauben, sich dadurch vor der radioaktiven Strahlung, die von Japan kommen könnte, schützen zu können.


17. März Atom-Austieg
Bundeskanzler Werner Faymann plant gemeinsam mit den deutschen Sozialdemokraten ein EU-weites Volksbegehren zum endgültigen Atomausstieg. Eine Austauschstudentin in Kalifornien glaubte ihre japanische Familie tot bis sie ihre Schwester in den Trümmern ihres Zuhauses in einem Internet-Video entdeckte. Der Energiekonzern EnBW schaltete in der Nacht auf heute wie angekündigt zwei seiner vier Atomreaktoren ab zwei seiner vier Atomreaktoren ab. Wie der Fernsehsender NHK am Donnerstag berichtete, flohen weitere 28.000 Menschen vor der Gefahr radioaktiver Verstrahlung.


16. März Keine Gefahr durch Lebensmittel
Nach Österreich werden kaum Lebensmittel aus Japan importiert - und wenn doch, dann gibt es strenge Kontrollen. Heute.at hat die Fakten zusammengetragen. 7500 Menschen werden vermisst. Es gibt bislang 3676 Tote. Verletzt wurden etwa 1990. Opfer schildern ihre tragische Geschichten vom Kampf ums Überleben. Um 21 Uhr kam die Wolke - Nuklear-Alarm auch in der japanischen Mega-Metropole Tokio! Angesichts der Atom-Katastrophe in Japan ist die Einstellung der Österreicher zur Kernenergie eindeutig: 91 Prozent wollen Ausstieg aus Atomkraft. Welche Folgen hat der Super-GAU für uns? Lady Gaga entwarf das Armband "We Pray for Japan". Angeblich wurden bereits 50.000 Bänder (pro Band 5 Dollar) verkauft und damit 250.000 Dollar gesammelt. Indes nimmt in Deutschland Merkel sieben AKW vom Netz. Mit Erklärungsversuchen zu einem drohenden Weltuntergang verbreiten sie derzeit vermehrt Panik in Internetforen und Blogs - alles Humbug oder steckt doch ein Funken Wahrheit dahinter? Hochkonjunktur für Verschwörungstheorien - hier klicken!


14. März Spendenkonten eingerichtet
Österreichische Hilfsorganisationen haben Spendenkonten für die Opfer der Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan eingerichtet. Hier gibt es mehr Infos, wie sie spenden können.Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gab bekannt, dass die beschlossene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland vorerst für drei Monate ausgesetzt wird. Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich forderte, dass sich alle europäischen AKWs einem Stresstest unterziehen sollen. Dieser mutige Vorstoß des ÖVP-Politikers fand international große Zustimmung. Morgen wird es bereits ein Sondertreffen der EU-Energieminister in Brüssel geben, bei dem über bessere Sicherheitsstandards diskutiert wird. Nach Beben die Atom-Hölle! Japan zittert vor dem Super-GAU!
Überlebende erzählen von ihren bewegendsten und dramatischsten Momenten aus der Beben-Hölle.


Was istgeschehen? Ein Tsunami nach dem Erdbeben der Stärke 8,9 forderte in Japan unzählige Tote und Verletzte.

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