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14.05.2010

Times-Square-Bomber: Spur zu Hintermännern?

Der Times-Square-Bomber dürfte doch nicht allein gehandelt haben. Das FBI hat in vier US-Bundesstaaten drei Pakistani festgenommen, die ebenfalls mit dem Terror-Plot zu tun gehabt haben sollen. Sie hätten Faisal S. mit Geld versorgt, teilten die Behörden mit.

In den Bundesstaaten New York, Massachusetts, New Jersey und Maine hätten Razzien stattgefunden, teilte Justizminister Eric Holder mit. Dabei seien drei Pakistani festgenommen worden - zwei in Massachusetts, einer in Maine. Ihnen werden Verstöße gegen das Einwanderungsgesetz vorgeworfen, meldete CNN.

Terror-Financiers

Ein halbes Dutzend Objekte wurden Medienberichten zufolge durchsucht, darunter Tankstellen und Privathäuser. Die Verhafteten sollen allesamt Kontakt zu S. gehabt haben, sagte Holder, allerdings "versuchen wir noch zu bestimmen, was genau die Natur dieser Verbindungen ist".

Es gäbe "Grundlage zur Annahme", dass die Männer S. mit "finanziellen Mitteln ausgestattet haben", sagte Holder. Mit der Aktion hoffen die Behörden, den Drahtziehern der gescheiterten Attentate auf die Spur zu kommen. Unmittelbare Anschlägesdrohungen gäbe es derzeit nicht.

Zweifel an Schuld
Ein nicht namentlich genannter Ermittler bezweifelt gegenüber der Nachrichtenagentur AP allerdings, dass das Trio in die Anschlagspläne eingeweiht war: "Diese Menschen könnten komplett unschuldig sein und nicht gewusst haben, wofür sie Geld zur Verfügung gestellt haben.

Autobombe zündete nicht

Faisal S. hatte zugegeben, einen Geländewagen mit einer Autobombe auf dem von Touristen und Theaterbesuchern bevölkerten Times Square abgestellt zu haben. Der Sprengsatz zündete jedoch nicht, niemand kam zu Schaden. Die pakistanischen Taliban haben sich zu dem Attentatsversuch bekannt. S. beteuerte in gegenüber Fahndern, er habe alleine gehandelt.

Verdächtiger pleite
Shazad war nach bisherigen Erkenntnissen arbeitslos und pleite, sein Haus in Connecticut wurde zwangsversteigert. Er hatte aber eine Wohnung und ein Auto. Zudem zahlte er 1.300 Dollar (rund 990 Euro) für den Geländewagen, den er mit Propangasbehältern, Benzinkanistern und Feuerwerkskörpern am Times Square abstellte. Der Sprengsatz war rechtzeitig entdeckt und entschärft worden.

Terror-Alarm am Union Square
Indes gibt es wieder Terror-Alarm in New York: In einem nahe des Union Square abgestellten Fahrzeug seien zwei Gaskanister entdeckt worden, berichten US-Medien. Im Umkreis des Fundorts wurden Straßensperren errichtet, ein Bombenentschärfungskommando ist im Einsatz.

Red./APA


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