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Tod von Militärchef spaltet Libyens Rebellen

Ein festgenommener Anführer der Miliz habe gestanden, dass seine Untergebenen den Mord ausgeführt hätten. Die eigentlichen Täter befänden sich noch auf der Flucht. Um welche Miliz es sich handelte, sagte Tarhuni nicht. Die Äußerungen des Rebellen-Ministers scheinen zu belegen, dass es innerhalb der Reihen der Aufständischen tiefe Gräben gibt. Younes' Tod ist ein herber Rückschlag für die Rebellen, auch wenn er wegen seiner Verbindungen zu Gaddafi nicht unumstritten war.

Die genauen Umstände des Mordes sind nach wie vor nicht geklärt. Nach Angaben des Rebellenchefs Mustafa Abdel Dschalil wurde Younes von der Front in der Nähe des Ölhafens Brega zurückbeordert, um vor einem Justizkomitee der Rebellen zu erscheinen. Auf dem Weg dorthin seien er und seine zwei Leibwächter von Angreifern erschossen worden.

Zusammenhalt der Aufständischen gefordert
Die USA haben die Aufständischen zum Zusammenhalt aufgerufen. Diese müssten "schnell und transparent" die Einheit der libyschen Opposition gegen Gaddafi sicherstellen, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner in Washington. Es sei wichtig, das Ziel des demokratischen Übergangs nicht aus den Augen zu verlieren. Toner sprach den Rebellen das Beileid der USA aus. Nach seinen Worten hat Washington keine gesicherten Informationen, wer für das Attentat verantwortlich sei.

APA/Red.


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