Skandal in Saudi-Arabien

Unbewohntes Camp bietet Platz für 3 Millionen Flüchtlinge

Camp in Mina

Das Camp in Mina

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Camp in Mina

Das Camp in Mina

Ein Camp in Saudi-Arabien, das Platz für bis zu drei Millionen Menschen bieten würde, bleibt weiter unbewohnt. Die Scheichs weigern sich ihre Tore für Flüchtlinge zu öffnen, also steht die gigantische Zeltstadt 360 Tage im Jahr leer. 

Die 100.000 Zelte in Mina wurden auf einer Fläche von 20 Quadratkilometern errichtet. Dabei wurden keine Kosten und Mühe gespart: Sie sind aus Fiberglas hergestellt, halten somit sowohl Hitze als auch Kälte ohne Probleme stand. Jedes Zelt verfügt über Strom und eine Klimanlage - die Ausstattung ist nicht annähernd mit jeder von europäischen Camps wie etwa in Ungarn zu vergleichen. 

Die Zeltstadt wurde für die Gläubigen des alljährlichen Hadsch, der wichtigsten Pilgerfahrt der Muslimen, errichtet. Für Flüchtlinge aus Syrien oder dem Irak will man die Pforten allerdings nicht öffnen, und das obwohl die Stadt in Mina bis zu 360 Tage im Jahr leer steht. 

"Die sechs Golfstaaten boten keinen einzigen Platz für die Umsiedlung von syrischen Flüchtlingen an", bestätigte Amnesty International auf "welt.de". Insgesamt stellten die sechs Regierungen der Golfstaaten bisher 900 Millionen Euro zur Verfügung. 

Zum Vergleich: Großbritannien allein zahlte 1.2 Milliarden Euro, die USA knapp 5 Milliarden. 

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