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09.08.2011

Urlauber atmen auf - Lotsenstreik abgesagt

Der für Dienstag geplante Fluglotsenstreik in Deutschland ist kurz nach Mitternacht doch noch abgeblasen worden. Die Deutsche Flugsicherung hat den Schlichter angerufen, nachdem die Arbeitsgerichte den Streikaufruf der Gewerkschaft der Flugsicherung für rechtmäßig erachtet hatten. Mit der Schlichtung beginnt sofort eine neue Friedenspflicht, die einen möglichen Streik um mehrere Wochen verschiebt.

Als Schlichter steht bereits der von den Arbeitgebern benannte Münchner Arbeitsrechtler Volker Rieble fest. Der Arbeitskampf wurde abgesagt. Reisende müssen sich am Dienstag trotzdem auf Probleme im Flugverkehr einstellen, hatten doch einige Airlines und Flughäfen bereits Vorkehrungen getroffen und etwa Flüge verschoben. Dadurch wurden einige Unannehmlichkeiten für Passagiere erwartet.

Dem Ruf nach dem Schlichter war ein nahezu beispielloses Juristen-Hick-Hack vorausgegangen, bei dem gleich zwei Mal die Arbeitsgerichte in Frankfurt bemüht wurden. Hatte am Mittwoch vergangener Woche noch das Arbeitsgericht den Streik untersagt und die Gewerkschaft daraufhin den Arbeitskampf abgeblasen, stellte sich am Montag die Lage ganz anders dar.

Kein Termin für Schlichtung
Die Flugsicherung folgte dem Vorschlag des Richters am hessischen Landesarbeitsgericht zunächst nicht, ohne Urteil die Schlichtung anzurufen. Nach dem Urteil, dass der Streik rechtmäßig ist, unterschrieb DFS-Personalchef Jens Bergmann noch im Gerichtssaal die Schlichtungsanrufung.

Die GdF sagte daraufhin keine sechs Stunden vor dem geplanten Streikbeginn den Arbeitskampf ab. Ein Termin für die Schlichtung steht noch nicht fest.

Die GdF hatte die Beschäftigten für den Dienstagmorgen zu einem sechsstündigen Streik aufgerufen, mit dem nahezu der gesamte deutsche Flugverkehr lahmgelegt werden sollte. Es hätte laut DFS keine Starts, keine Landungen und auch keine Überflüge geben können. Rund 3.000 deutsche und internationale Flüge waren von dem Ausstand bedroht.

(APA/ red)


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