Massenhinrichtungen Welt

Libyens Rebellen meucheln Gadaffi-Anhänger

Muammar al-Gaddafi Libyen

Die Leichen wurden begraben, doch Patronenhülsen zeugen vom Massaker

Muammar al-Gaddafi Libyen

Die Leichen wurden begraben, doch Patronenhülsen zeugen vom Massaker

Am Sonntag wurde Libyen vom Übergangsrat offiziell für befreit erklärt und von einer neuen, friedlichen Ära in der Geschichte des Landes war die Rede. Doch schon einen Tag später schockt ein Vorfall die Beobachter. In Sirte, der Heimatstadt des getöteten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi soll es zu Massenhinrichtungen gekommen sein.

In einem leerstehenden Hotel der Küstenstadt wurden 53 bereits verwesende Leichen gefunden. Einige der Toten auf dem Rasen im Garten des Hotels hatten die Hände hinter dem Rücken gefesselt, teilt die US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) mit. Während diese Menschen bereits vor einigen Tagen getötet worden sein sollen, gibt es neue Opfer-Funde.

Anders stellt es ein Sprecher des Übergangsrates dar: Kämpfer hätten auf dem Hotelrasen mehr als 60 Leichen gesehen, einige davon gefesselt, viele mit Schusswunden im Kopf. Das Hotel soll laut Aussagen des Übergangsrats vor dem Sturz Gadaffis seinen Anhängern als Gefängnis gedient haben. Die Menschen hingerichtet hätten aber die Gaddafi-Kämpfer selbst, bevor sie nach dem Tod des Diktators geflüchtet waren.

HRW will die Vorfälle prüfen und umgehend Ermittlungen einleiten, um die Verantwortlichen zu finden.


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