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20.11.2011
Tote und fast 700 Verletzte
Proteste in Kairo werden immer blutiger
Der Einsatz von Gummigeschoßen und Tränengas fordert auf beiden Seiten seine Opfer (© Reuters)
Fast schon verzweifelt ruft die ägyptische Regierung die Demonstranten zu "Vernunft" auf. In einer TV-Erklärung hieß es in der Nacht auf Sonntag: "Was sich seit diesem Vormittag ereignet hat, ist gefährlich und hat einen direkten Einfluss auf den Kurs des Landes und die Revolution."
Mit Gummigeschoßen und Tränengas versuchte die Polizei den Demonstranten am Tahrir-Platz Herr zu werden. Die traurige Bilanz: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bis zum Sonntagmorgen 750 Menschen verletzt, unter ihnen mindestens 40 Angehörige der Sicherheitskräfte.
Sniper schießen auf Demonstranten
In der ägyptischen Hafenstadt Alexandria sollen nach Angaben der Zeitung Al Ahram am frühen Sonntag zwei Demonstranten durch Schüsse getötet worden. Heckenschützen sollen auf die Protestierenden gefeuert haben. Augenzeugen berichteten, die Polizei habe gegen die Menge, die sich vor dem Gebäude des Sicherheitsdienstes versammelt hatte, Tränengas eingesetzt.
Unruhen vor Parlamentswahlen
Nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Hosni Mubarak Anfang des Jahres beginnen in Ägypten Ende November Parlamentswahlen, die bis März dauern sollen.
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1 Kommentar von unseren Lesern
zombie1969 (40)
20.11.2011 18:14
Alles
nur eine Frage der Ressourcen. Alle Länder die momentan im Umbruch sind haben eine viel zu hohe Bevölkerungsanzahl zu den vorhandenen Ressourcen. Solange das so ist wird auch keine Ruhe einkehren bzw. immer wieder neue Konflikte ausbrechen.
Und das ganz grosse Töten in diesen Länder wird spätestens dann beginnen wenn das Erdöl versiegt ist. Es werden noch heisse Zeiten anbrechen die die Unruhen die jetzt abgehen in den Schatten stellen werden.
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