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19.12.2011

"Rosa" in Freiheit

Dieser Bär wurde aus der Gefangenschaft gerettet

Braunbärin Rosa Vier Pfoten

Von der Tankstelle in den Bärenpark: Braunbärin Rosa wurde gerettet (© VIER PFOTEN/Mihai Vasile)

Braunbärin Rosa muss nie wieder in ihren 4 mal 4 Meter großen Käfig zurück. Die international tätige Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat die 5 Jahre alte Bärin in das Schutzzentrum im ukrainischen Nationalpark Synevyr überführt. Ihr bisheriges Leben verbrachte Rosa in einem winzigen Gehege nahe einer Tankstelle.

Zur Belustigung von Passanten musste Rosa Tricks aufführen. Im Schutzzentrum Synevyr, das erst kürzlich eröffnet wurde, erwartet die Bärin nun ein artgerechtes Leben. Nach Informationen von "Vier Pfoten" befinden sich in der Ukraine derzeit geschätzte 80 Braunbären in tierquälerischer Privathaltung. Die Bären werden in Restaurants, Hotels, Tankstellen und Privatzoos gefangen gehalten. Oftmals müssen die Tiere Wodka trinken, werden daher auch als "Wodka-Bären" bezeichnet.

"Rosas früherer Besitzer hat die Bärin freiwillig abgegeben", erklärt Amir Khalil, Projektleiter bei "Vier Pfoten". Nur zwei Tage Verhandlung waren nötig, um den Tankstellenbesitzer davon zu überzeugen, dass es Rosa in der Bärenstation besser gehen würde. In ihrem winzigen Käfig hatte Rosa nicht genügend Bewegung und keinerlei Beschäftigung. "Das monotone Leben im Käfig bedeutet unglaubliche Quälerei für einen Bären", so Khalil. Auch die Ernährung der 150 Kilogramm schweren Bärin war bisher ungeheuerlich: oft erhielt sie Süßigkeiten, Zucker und Kaffee.

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