Gerichtsverhandlung Welt

Soldaten trieben Kollegen in den Selbstmord

US-Soldaten im Irak

US-Soldaten im Irak

US-Soldaten im Irak

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Die Geschichte erinnert an den Anti-Kriegsfilm "Full Metal Jacket": Soldaten beschimpfen ihren Kameraden und misshandeln ihn, bis er Selbstmord begeht. Acht Soldaten stehen wegen dieser Vorwürfe jetzt in den USA vor Gericht.

Medienberichten zufolge klagte das US-Militär acht Soldaten, die in Afghanistan stationiert sind, an, weil sie dazu beigetragen haben sollen, einen Kameraden in den Selbstmord zu treiben.

Laut Washington Post passieren Anklagen dieser Art äußerst selten. Der 19-jährige Gefreite Danny Chen hat sich Anfang Oktober anschienend erschossen. Damals war der junge Sohn chinesischer Einwanderer in Kandahar in Afghanistan stationiert.

Die Vorwürfe
Acht Kameraden des 19-Jährigen, alle höherrangig als der Gefreite, sollen ihn wegen seiner Abstammung beleidigt und immer wieder körperlich misshandelt haben.

Die chinesisch-amerikanische Aktivistin Liz Ou Yang drängt seit dem Tod des Rekruten darauf, dass gegen die acht Soldaten ermittelt wird.

Laut US-Militär müssen sich jetzt die Beschuldigten unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und tätlichen Angriffes verantworten.

Selbstmordrate im Irak und Afghanistan hoch
Vor allem bei Soldaten, die im Irak und in Afghanistan stationiert sind, kommt es überdurchschnittlich oft zu Selbstmorden. Laut Washington Post hat das US-Heer bis Ende November bereits 154 mögliche Selbstmorde zu beklagen. 2010 starben 159 Soldaten durch die eigene Hand.

APA/Red.


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