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12.01.2012

Wegen Kokain in Haft

Innviertlerin hofft in Kolumbien auf Entlastung

Kokain Droge

400g der Droge hatte der Mann in seinem Körper schmuggeln wollen. (© Symbolfoto/ Fotolia)

Eine 23-jährige Oberösterreicherin, die seit mehreren Wochen in einem Frauengefängnis in Bogota (Kolumbien) sitzt, weil man in ihrem Koffer zehn Kilo Kokain entdeckt hatte, hofft auf die entlastende Aussage ihres Freundes.

Der aus Südamerika stammende Mann habe bisher gesagt, dass die 23-Jährige mit den Drogen nichts zu tun habe. "Ich hoffe, dass er bei seiner Aussage bleibt und Licht ins Dunkel bringt", so der Vater der jungen Frau am Donnerstag.

Das Paar war auf Einladung von Freunden des Mannes Anfang November nach Südamerika gereist. Bei der Zollkontrolle vor dem Heimflug waren in ihren - an Ort und Stelle ausgeborgten - Koffern jeweils zehn Kilo Kokain gefunden worden. Seine Tochter sei da hineingeraten und habe von dem Suchtgift sicher nichts gewusst, ist sich der Vater sicher. "Vielleicht steckt ein größerer Plan dahinter. Sie ist definitiv ausgenützt worden. Sie ist blond, hellhäutig und spricht perfekt Spanisch." Er flog sofort nach Kolumbien, um ihr beizustehen.

Staatsanwaltschaft entscheidet
Auch wenn der Freund bei seiner Darstellung bleibe, dass die Innviertlerin mit den Drogen nichts zu tun habe, "ist es die Entscheidung der Staatsanwaltschaft in Bogota, wie es weitergeht", so der Vater. Er erwarte für Freitag eine Nachricht. Mit seiner Tochter habe er in den vergangenen Tagen nicht gesprochen, weil im Gefängnis die Telefonwertkarten ausgegangen seien.

Die 23-Jährige werde von der österreichischen Botschaft vorzüglicherweise betreut, sagte der Innviertler. Ein von ihm ausgesuchtes kolumbianisches Anwälteteam stehe ihr zur Seite. Familienmitglieder besuchen sie abwechselnd. Derzeit ist ihre Mutter auf der Rückreise von Kolumbien. Er selbst werde Anfang oder Mitte Februar wieder nach Bogota fliegen. "Außer die Staatsanwaltschaft sagt, sie kann gehen. Dann lasse ich alles liegen und stehen und reise hinüber."

(APA/ red)

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1 Kommentar von unseren Lesern

0

rehse (312)
12.01.2012 16:10

Bekannt, dass Kolumbien
ein bedeutender Umschlagsplatz fürn Rauschgift ist. Was geschildert wurde, die ahnungslose Freundin, kommt mir sehr spanisch vor. Wie kann man nur....

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