Retter kurzfristig evakuiert Welt

Schiffswrack rutschte - Helfer in Lebensgefahr

Schiffswrack rutschte - Helfer in Lebensgefahr

Rettungskräfte an Bord der "Costa Concordia" - die Helfer mussten Montagmittag selbst evakuiert werden (© Reuters)

Rettungskräfte an Bord der "Costa Concordia"
Rettungskräfte an Bord der "Costa Concordia" - die Helfer mussten Montagmittag selbst evakuiert werden

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Im Wrack der "Costa Concordia" werden nach wie vor 16 Menschen vermisst. Die Chancen, sie lebend zu finden, schwinden. Montagmittag musste die Rettungsaktion unterbrochen worden - das Kreuzfahrtschiff kam ins Rutschen und droht nun endgültig zu sinken.

Schock bei den Helfern und Suchtrupps auf der gekenterten "Costa Concordia": Hoher Wellengang und unruhige See ließen das Schiff zu Mittag um einige Zentimeter abrutschen. Die an Bord befindlichen Rettungskräfte wurden mit Hubschraubern und Booten evakuiert.

"Um 11.38 Uhr haben Taucher unter Wasser Geräusche gehört. Gleichzeitig haben die Messinstrumente ein Auf- und Abtauchen des Schiffs von etwa neun Zentimetern in der Vertikale und einem Zentimeter in der Horizontale verzeichnet", begründete Giuseppe Linardi, Präfekt von Grosseto und Leiter des Krisenstabs, die kurzfristige Evakuierung der Helfer.
 

Unterwasserfotos vom Wrack der Costa Concordia

ITALY CRUISE SHIP ACCIDENT
Die Unterwasseraufnahmen zeigen einen an mehreren Stellen aufgerissenen Schiffsrumpf

Taucher in Lebensgefahr
Gefahr besteht vor allem für die Retter, die als Taucher unter Wasser nach Eingeschlossenen suchen. Teile des Schiffwracks liegen im Moment etwa 37 Meter unter Wasser. Die Einsatzleiter fürchten ein Absinken auf 70 Meter - dann wäre sämtliche Hoffnung dahin, Vermisste lebend zu bergen.

Nach einer Wetterbesserung haben Rettungskräfte die Suche nach möglichen weiteren Überlebenden und Opfern des Kreuzfahrtunglücks vor der Küste der Toskana indes nach Überprüfungen wieder aufgenommen.

Elf Deutsche unter den Vermissten
Deutschen Medienberichten zufolge stammen elf der 16 Vermissten wohl aus Deutschland. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Senioren aus den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Berlin.


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Angst vor Umweltkatastrophe
Neben den menschlichen Tragödien droht an der Küste der Toskana zudem eine Umweltkatastrophe. 2400 Liter Diesel befinden sich noch in den Tanks der "Costa Concordia". Die Reederei hat die niederländische Bergungsfirma Smit mit dem Abpumpen des Treibstoffs beauftragt.


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