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Tierquälerei: Schwein auf eine Tonne gemästet

Schwein - Ferkel

Ferkel (Symbolbild)

Schwein - Ferkel

Ferkel (Symbolbild)

Grausame Tradition in Taiwan: Ein Wettbewerb um das dickste Schwein ist mit der Massenopferung der qualvoll gemästeten Tiere zu Ende gegangen. Das schwerste von neun Schweinen wog nach Angaben der Veranstalter gut eine Tonne, bevor es als Opfer für eine Gottheit geschlachtet wurde.

Rund 100.000 Besucher nahmen am Samstag an dem Ritual in einem Tempel in der Stadt Xinbei teil, bei dem die Häute der Schweine erst bemalt, später ausgebreitet und mit Früchten und Schmuck dekoriert werden.

Für den jährlichen Wettbewerb werden die Tiere so lange zwangsernährt, bis sie nicht mehr auf eigenen Beinen stehen können. Je größer das Schwein, desto mehr Glück für den Eigentümer - so der Glaube.

Die Tradition soll vor 200 Jahren entstanden sein, als Dorfbewohner ihre Schweine opferten und das Fleisch mit den Nachbarn teilten. Heute erkaufen sich Großbauern Anerkennung und Segen mit der Aufzucht der Monsterschweine. Tierschützer in Taiwan verbreiteten im August ein Video, auf dem zu sehen war, wie eines der Schweine per Schlauch zwangsernährt wurde.

"Wir sind absolut dagegen", sagte der Direktor der Organisation Environment and Animals Societey of Taiwan, Chen Yu-min. Es sei der letzte Tempel Taiwans, in dem der Wettbewerb noch stattfindet. "Die Öffentlichkeit verlangt diese Veranstaltung", sagte dagegen ein Sprecher des Tempels, Li Kai-jui. "Die hohe Zahl der Besucher zeigt, dass man Menschen nicht von ihrer Tradition trennen kann."

APA/red.


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