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05.02.2012

Fordert 1 Mio Entschädigung

Italienerin erlitt nach Costa-Unglück Fehlgeburt

Costa Concordia

Beim Abtransport kollidierte das Rettungsboot der Schwangeren mit einem Felsen (© Reuters)

Eine schwangere Passagierin des Unglücksschiffes "Costa Concordia" hat nach der Havarie ihr Baby verloren und will nun eine Million Euro Entschädigung. Die 30-jährige Italienerin sei im vierten Monat schwanger gewesen, berichteten italienische Medien am Samstag.

Zwar habe sie per Rettungsboot dem sinkenden Kreuzfahrtschiff entkommen können, sei aber in der vergangenen Woche in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie ihr Baby verlor. Ärzte führten die Fehlgeburt auf den psychischen Stress bei der Evakuierung und einer Kollision ihres Rettungsbootes mit einem Felsen zurück.

Sammelklage steht an
Den Berichten zufolge wollen die Anwälte der Frau ihre Klage einer Sammelklage gegen den Kreuzfahrtanbieter beifügen und dabei eine Million Euro an Schadenersatz erstreiten. Costa Crociere hatte sich nach dem Unglück mit Vertretern der Urlauber darauf verständigt, dass jeder Passagier 11.000 Schadenersatz plus 3.000 Euro für die Reisekosten erhalten soll.

US-Amerikaner wollen 350 Millionen Euro
In den USA verklagen einige Passagiere den Mutterkonzern Carnival jedoch auf eine Entschädigungssumme von insgesamt 460 Millionen Dollar (350 Mio. Euro). Auch in Frankreich und Deutschland sind weitere Klagen anhängig.

Costa Concordia

Bordarzt belastet

Anschuldigungen

Bordarzt belastet

Versicherung und Klagen

Jetzt geht es um Millionen



Die "Costa Concordia" war am Abend des 13. Jänner mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bei dem Unglück kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben.

APA/Red.

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