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11.02.2012

"Diktatur der EU-Monopole"

Streiks in Griechenland gehen weiter

Griechenland Griechen Wirtschafs-Krise Finanz-Krise Akropolis

Bei der Akropolis hisste die Kommunistische Partei Anti-Eu-Transparente (© ANA-MPA)

Die griechischen Gewerkschaften haben auch am Samstag aus Protest gegen das neue drakonische Sparprogramm der Regierung mit umfangreichen Streiks das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Mitglieder der Kommunistischen Partei (KKE) hängten auf der Akropolis, dem Wahrzeichen Athens, ein großes Transparent auf mit dem Spruch "Nieder mit der Diktatur der Monopole der EU!".

Betroffen waren vor allem die Verkehrsmittel. Bus- und Bahnfahrer streikten wie schon am Vortag. Fähren zu den Inseln der Ägäis blieben im Hafen. Um die Mittagszeit waren erneut Demonstrationen geplant. Am Freitag war es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen acht Menschen leicht verletzt wurden.

Streiks wegen Lohnkürzungen und Entlassungen
Zu den Streiks haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände, GSEE für den Privatsektor und ADEDY für die Beamten, aufgerufen. Die geplanten Einschnitte sehen unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor sowie Entlassungen von 150.000 Staatsbediensteten bis 2015 vor. Das Programm ist Voraussetzung dafür, dass das Euro-Sorgenkind neue Milliardenhilfen bekommt. Andernfalls ist Griechenland bis Ende März pleite.

Regierungsumbildung geplant
Am Vorabend hatte der Ministerrat das neue Sparprogramm erwartungsgemäß gebilligt. Die entscheidende Sitzung des Parlaments soll am späten Sonntagabend stattfinden. Die ultrarechte LAOS ("Völkische Orthodoxe Gesamtbewegung") verweigerte die Gefolgschaft und zog ihre Minister aus der Regierung ab, die sich damit noch auf die Sozialisten (PASOK) und die Konservativen (Nea Dimokratia/ND) stützen kann. Die Mehrheit bei der entscheidenden Abstimmung im Parlament (Vouli) scheint noch sicher zu sein. Der parteilose Premier Loukas Papademos plant nach Informationen aus seinem Büro eine Regierungsumbildung. Diese soll nach der Parlamentsabstimmung vorgenommen werden.

APA/Red.

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