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15.02.2012

Opfer erstickt

Über 350 Tote bei Gefängnisbrand in Honduras

Bei einem Gefängnisbrand in Honduras kamen mehr als 350 Menschen ums Leben. "In den Zellen liegen verkohlte Leichen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwoch.

Es hat Berichte über eine Schießerei in dem Gefängnis der Stadt Comayagua am Dienstagabend gegeben. Möglicherweise ist das Feuer dabei ausgebrochen. Dutzende weitere Menschen seien durch das Feuer verletzt worden, sagte der Leiter der Strafvollzugsbehörde des mittelamerikanischen Landes, Danilo Orellana.

"Lage ernst"
"Wir holen Leichen heraus, und wir haben bereits 200", sagte er. "Die Lage ist ernst." Die meisten der Opfer seien erstickt. "Es handelt sich nicht um einen Aufstand", versicherte Orellana. Seinen Angaben zufolge brach das Feuer am Dienstagabend gegen 22.50 Uhr Ortszeit (Mittwoch, 05.50 Uhr MEZ) aus.

Selbst 350 sei noch eine "Annäherung", man könne nciht ausschließen, dass sie weiter steige, sagte Sicherheitsminister Pompeyo Bonilla am Mittwoch.

Brandstiftung oder Kurzschluss wahrscheinlich
Als mögliche Ursachen nannte der Behördenchef Brandstiftung durch einen Insassen oder einen Kurzschluss. Das Gefängnis von Comayagua zählt 900 Insassen. Präsident Porfirio Lobo sagte eine "transparente" Untersuchung der Vorgänge zu. Er sprach von einer "inakzeptablen Tragödie".

Strafanstalten in Lateinamerika sind häufig überbelegt. Vor allem in den bitterarmen mittelamerikanischen Staaten wie Honduras gibt es in den Gefängnissen Probleme mit Gewalt zwischen verfeindeten Banden und Drogenhandel.

APA/Red.

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