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17.02.2012
Konsequenzen aus Skandal-Serie
Wulff tritt als deutscher Präsident zurück
Christian Wulff
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Durchsuchung
Razzia im deutschen Bundespräsidialamt
Bundespräsident Wulff
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Christian Wulff
Immunität soll aufgehoben werden
"Fehler gemacht, aber immer aufrichtig"
Wulff unterstrich, er sei überzeugt, dass die rechtliche Klärung der Vorwürfe gegen ihn "zu einer vollständigen Entlastung führen wird". Er habe Fehler gemacht, sei aber immer aufrichtig gewesen. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte am Vorabend beim deutschen Bundestag die Aufhebung der Immunität des Bundespräsidenten beantragt, um ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Vorteilsannahme einleiten zu können.
Regierung trifft zusammen
Nach dem erwarteten Rücktritt des deutschen Bundespräsidenten wollen die Parteichefs der Regierungskoalition - Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Philipp Rösler (FDP) - offenbar rasch über eine Nachfolge entscheiden. Noch am Samstag will sich die schwarz-gelbe Spitze zu einer Krisensitzung treffen.
Wichtig sei, dass die Koalition hier einen ersten Aufschlag mache, hieß es in den Kreisen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Es bestehe aber auch Bereitschaft, einen gemeinsamen Kandidaten mit der Opposition zu suchen.
Role Wulffs bei Übernahme VW-Porsche geprüft
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin prüft einem Bericht zufolge die Rolle Christian Wulffs beim Übernahmekampf der Autobauer Volkswagen und Porsche. Die Behörde untersuche, ob der am Freitag von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetretene Wulff im Februar 2008 gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel". Wulff war zu besagter Zeit Ministerpräsident von Niedersachsen und Mitglied des Aufsichtsrats bei Volkswagen.
All-Parteien-Kandidat als Nachfolge
Als aussichtsreiche Nachfolger für das Amt des Bundespräsidenten werden gehandelt: Verteidigungsminister Thomas de Maizière, Finanzminister Wolfgang Schäuble, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Ex-Umweltminister Klaus Töpfer (alle CDU) und der 2010 gegen Wulff unterlegene frühere DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck. Auch der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, wurde genannt.
Christian Wulff zieht die Konsequenzen und tritt zurück (© Reuters)
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