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23.02.2012

Vorstoß mit Panzern

Syrische Armee rückt in Homs ein

Ausgebrannter Panzer in den Straßen von Homs: Das Blutbad in der syrischen Stadt geht weiter

Ausgebrannter Panzer in den Straßen von Homs: Das Blutbad in der syrischen Stadt geht weiter (© Reuters)

Am 20. Tag der Belagerung von Homs ist die syrische Armee mit Panzern in die Hochburg der Opposition eingedrungen. Aufständische berichteten am Donnerstag von einem anhaltenden Raketen-, Artillerie- und Granaten-Beschuss des Stadtteils Baba Amro, wo die Kämpfer der Regierungsgegner sich verschanzt hatten. Auch die Viertel Inschaat und Chalidija seien erneut angegriffen worden.

Einem Aktivisten zufolge drangen die Panzer in den Djobar-Bezirk von Baba Amro vor. "Die Explosionen lassen ganz Homs beben", sagte ein Augenzeuge. "Gnade uns Gott." Oppositionelle in der Provinz Hama warfen den syrischen Streitkräften vor, in dem Dorf Kfartun 13 Burschen und Männer aus einer Großfamilie in einer Reihe aufgestellt und erschossen zu haben.

Auch aus anderen Teilen des Landes wurden Tötungen gemeldet. Die Angaben aus Syrien können von unabhängiger Seite nicht bestätigt werden, da die Regierung kaum ausländische Journalisten ins Land lässt.

Am Mittwoch waren der Opposition zufolge in Baba Amro mehr als 80 Menschen getötet worden, darunter zwei westliche Journalisten. Drei ihrer verletzten Kollegen warteten am Donnerstag auf eine Möglichkeit, Homs zu verlassen.

Die syrische Armee blockiert nach Angaben der Aufständischen die Lieferung von Medikamenten in die Millionenstadt. Strom gibt es nur neun Stunden am Tag, Krankenhäuser, Schulen, Läden und Ämter sind geschlossen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz versucht beide Seiten zu einer Einigung auf eine zweistündige Waffenruhen zu bewegen.

APA/red.



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