Syrien Welt

Endlich Hilfe für die Kinder von Homs

Frauen und Kinder in einem Versteck im Stadtteil Baba Amro in Homs

Frauen und Kinder in einem Versteck im Stadtteil Baba Amro in Homs - endlich kommt internationale Hilfe

Frauen und Kinder in einem Versteck im Stadtteil Baba Amro in Homs

Frauen und Kinder in einem Versteck im Stadtteil Baba Amro in Homs - endlich kommt internationale Hilfe

Nothelfer des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds haben am Freitag in der umkämpften syrischen Stadt Homs begonnen, verletzte Menschen zu versorgen. Das bestätigte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).

"Wir sind jetzt in (dem Stadtviertel) Baba Amro zusammen mit dem Syrischen Roten Halbmond", sagte IKRK-Sprecher Bijan Farnoudi. Es seien "Verhandlungen über den Abtransport aller Verletzten ohne Ausnahme" im Gange, teilte Farnoudi über den Internet-Dienst Twitter mit.

Kurz darauf meldete IKRK-Sprecherin Carla Mardini, Helfer hätten begonnen, Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen. Das Viertel Baba Amro lag in den letzten Tagen laut Berichten von Augenzeugen unter schwerem Beschuss durch syrische Regierungstruppen.

Auch Journalisten unter den Opfern
Seit rund einer Woche hatte das Rote Kreuz die syrischen Behörden und die bewaffnete Opposition immer wieder aufgefordert, eine Feuerpause zur Versorgung der Verletzten und Notleidenden zu ermöglichen.

Unter den Menschen, die in Homs dringende Hilfe brauchen, sind laut Angaben des Roten Kreuzes auch verwundete Journalisten.

Syrien-Konferenz: Assad soll ins Exil nach Moskau
Eine breite internationale Allianz verstärkt den Druck auf das syrische Regime von Machthaber Bashar al-Assad. Die Kontaktgruppe der Freunde Syriens aus mehr als 60 Staaten und internationalen Organisationen drohte bei ihrem ersten Treffen am Freitag in Tunesien mit weiteren Sanktionen, falls das Regime die Gewalt gegen das eigene Volk nicht sofort beende.

Von einer Militärintervention in Syrien wollten die Teilnehmer jedoch nichts wissen. Sie schlossen sich zusammen, nachdem die Vetomächte Russland und China im UN-Sicherheitsrat mehrfach Zwangsmaßnahmen gegen Syrien verhindert hatten.

Der tunesische Präsident Moncef Marzouki legte Assad nahe, mit seiner Familie nach Russland ins Exil zu gehen. Eine Lösung nach dem Vorbild des Jemen sei auf jeden Fall besser als eine Militärintervention oder die Bewaffnung von Deserteuren.

Assad solle ins Exil gehen und die Macht an Vizepräsident Faruk al-Scharaa übergeben, ähnlich wie dies Präsident Ali Abdullah Saleh im Jemen getan hatte. Der Assad-Familie solle - wie zuvor der Familie Saleh - Immunität zugesichert werden. Ähnlich äußerten sich die Vertreter mehrerer Golfstaaten.

APA/red.


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Heute.at!

Ihre Meinung

Ihre Meinung

Fotoshows aus Welt (10 Diaserien)
Weitere Interessante Artikel