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18.03.2012

16 Tote in Afghanistan

Amokläufer ein "besonnener Soldat"

Staff Sergeant Robert Bales in Fort Irwin

Robert Bales: Laut seinen Anwälten ein "besonnener Soldat", steht er wegen 16-fachen Mordes vor Gericht (© Reuters)

Nach dem Massaker an 16 afghanischen Zivilisten haben die Anwälte des mutmaßlichen US-Amokschützen Robert Bales Berichte über dessen angeblich ausgeglichenes Wesen bestätigt. Der 38-jährige Feldwebel sei Vorgesetzten, Angehörigen und Freunden als "besonnener, erfahrener Soldat" bekannt gewesen, teilten die Verteidiger mit.

Es sei daher weiterhin "zu früh", etwas über die Ursachen des Amoklaufs zu sagen. In der kommenden Woche sei ein mehrtägiges Treffen mit Bales geplant, gaben die Anwälte an.

Weiter hieß es, die Familie des Soldaten sei "fassungslos angesichts dieser Tragödie, aber sie stehen hinter dem Mann, den sie als hingebungsvollen Ehemann und Vater sowie engagiertes Mitglied der Armee kennen".

Freunde und Nachbarn bestätigen Verteidigungs-Linie
Ähnlich äußerten sich Freunde und Nachbarn des Manns und bestätigten damit ebenfalls Medienberichte. Bales soll am vergangenen Sonntag seinen Stützpunkt in der südafghanischen Provinz Kandahar verlassen und insgesamt 16 Dorfbewohner ermordet haben, darunter viele Kinder und Frauen.

Nach der Tat kehrte er in das Lager zurück, wo er sich widerstandslos festnehmen ließ. Er wurde inzwischen in die USA gebracht.

Bales war vor seinem Afghanistan-Einsatz bereits dreimal im Irak stationiert gewesen.

Laut Medienberichten war er bestürzt, als er nach den aufreibenden Einsätzen auch noch nach Afghanistan geschickt wurde. Am Tag vor dem Amoklauf soll er wütend über die schwere Verletzung eines Kameraden gewesen sein.

APA/red.

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