Privates Gespräch mitgeschnitten Welt

Obama und Medwedew tappen in Mikro-Falle

Barack Obama und Dimitri Medwedew

Barack Obama und Dimitri Medwedew bekamen nicht mit, dass die Mikrofone eingeschalten waren

Barack Obama und Dimitri Medwedew

Barack Obama und Dimitri Medwedew bekamen nicht mit, dass die Mikrofone eingeschalten waren

US-Präsident Barack Obama hat mit versehentlich bekanntgewordenen Äußerungen zur geplanten Raketenabwehr in Europa die Kritik der Opposition in seiner Heimat auf sich gezogen.

In einem privaten Gespräch mit dem scheidenden russischen Präsidenten Dmitri Medwedew am Rande des Nukleargipfels im südkoreanischen Seoul hatte er am Montag ankündigt, nach der US-Präsidentenwahl im November "mehr Flexibilität" bei dem strittigen Thema zu haben. "Das ist meine letzte Wahl", sagte Obama zu Medwedew, wie in Fernsehbildern zu sehen war. Bis dahin müsse ihm Russlands künftiger Präsident Wladimir Putin "Raum" geben.

Die peinlichsten Mikrofon-Pannen

Obama
Ein offenes Mikrofon wurde jetzt US-Präsident Obama bereits zum zweiten Mal zum Verhängnis. In einem Gespräch mit Russlands Präsident Medwedew sagte er, nach der US-Präsidentenwahl im November "mehr Flexibilität" bei dem strittigen Thema zu haben. "Das ist meine letzte Wahl", sagte Obama zu Medwedew, wie in Fernsehbildern zu sehen war. Bis dahin müsse ihm Russlands künftiger Präsident Wladimir Putin "Raum" geben. Am Rande des G20-Gipfels 2011 in Cannes hörten Journalisten, wie der US-Präsident mit Frankreichs Premier Nicolas Sarkozy über Israels Ministerpräsidenten herzog. "Ich kann ihn nicht mehr sehen, das ist ein Lügner", soll Sarkozy Mithörern zufolge über Benjamin Netanyahu gesagt haben. Obama habe geantwortet: "Du bist ihn leid, aber ich habe jeden Tag mit ihm zu tun."
Medwedew erwiderte, die Botschaft verstanden zu haben. "Ich werde Wladimir die Information übermitteln", versprach er. Der Dialog wurde offenbar ohne Wissen der Staatsmänner von eingeschalteten Mikrofonen aufgenommen.

Romney attackiert Obama
Führende US-Republikaner kritisierten, der Demokrat Obama wolle den Russen Zugeständnisse bei der Raketenabwehr machen, die Amerikaner aber bis zu seiner Wiederwahl darüber im Dunkeln lassen. Sein möglicher Herausforderer bei der Wahl, Mitt Romney, nannte die Äußerungen "alarmierend und beunruhigend". Es gebe keinen Spielraum bei Verhandlungen mit den Russen über dieses Thema.

Die NATO will bis 2020 ein Raketenabwehrsystem in Europa aufbauen. Es soll vor allem gegen Angriffe von Staaten wie dem Iran schützen. Moskaus Verlangen nach einer Mitentscheidung beim Einsatz wird von der NATO bisher abgelehnt. Trotzdem hofft das transatlantische Bündnis, das System im Einvernehmen mit Russland aufbauen zu können. Die NATO strebt einen Durchbruch noch vor dem NATO-Gipfel im Mai an.

APA/red


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1 Kommentar
selim0501 Newcomer (5)

Antworten Link Melden 0 am 27.03.2012 13:46

Wenn wer abrüsten soll, dann zuerst die Armys und die Russen! Wenn ein Land als gefährlich und terroristisch eingestuft wird, nur weil sie die Atom-Energie nutzen oder eine Atombombe aufbauen, dann sind die Armys(NATO) und die Russen die eigentlichen Terroristen der Menschheit.
Ich habe mal gelesen, bin mir aber nicht sicher, das auf der Welt soviele Atombomben existieren, das man die Menschheit ca.10 Mal auslöschen könnte. Ich meine, eine Atombombe mehr oder weniger macht auch kein Unterschied mehr. Wenn die Menschen glauben sie können "Gott" spielen, werden sie immer wieder ihre Hände in ihren eigenen Feuer verbrennen den sie selbst gelegt haben.

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