Frankreichs Fast-Präsident Welt

Hollande will EU "neu ausrichten"

Francois Hollande

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Seinen ersten Wahlkampfauftritt nach dem ersten Durchgang der französischen Präsidentenwahl hat der Sozialist Francois Hollande am Montag verwendet, um sich zu den europäischen Werten zu bekennen, zugleich aber die "EU-Konstruktion" des amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy (UMP) und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu kritisieren.

"Es ist im Namen der europäischen Werte, dass ich die Architektur der Union neu ausrichten will", betonte der 57-Jährige vor zahlreichen Sympathisanten im westfranzösischen Lorient in der Bretagne.

Hollande hatte durch seine Wahlkampf-Erklärung europaweit Besorgnis ausgelöst, das von Sarkozy und Merkel vereinbarte europäische Budgetabkommen neu zu verhandeln, um neben dem Sparprogramm auch Maßnahmen zur Konjunkturankurbelung einzubringen.

Frankreich muss "Schicksal in die Hand nehmen"
"Frankreich verdient es, respektiert zu werden, das französische Volk und allein das französische Volk entscheidet über seine Zukunft", betonte Hollande jetzt in Bezug auf die Absicht, die Budgetentscheidungen der einzelnen Unionsländer den Entscheidungen Brüssels unterzuordnen.

Er fügte hinzu: "Es ist notwendig, dass unser Land sein Schicksal in die Hand nimmt."

"Die Welle steigt"
Gegenüber Sarkozy, der am Sonntag mit 27,2 Prozent der Wählerstimmen hinter Hollande (28,6 Prozent) landete, zeigte sich der Sozialist in einer zweiten Wahlkampfveranstaltung in Quimper (Bretagne) kämpferisch: "Die Welle steigt, sie steigt derartig, dass der amtierende Präsident sie ins Gesicht bekommen wird. Wir wollen einen Sieg der Linken, damit Frankreich wieder auf seine Zukunft hoffen kann. Wir haben das erste Ziel erreicht, nun werden wir die Präsidentenwahl gewinnen."

APA/red.


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