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01.06.2012

Eurozone atmet auf

Mehrheit der Iren wohl für EU-Fiskalpakt

EU-Referendum Irland

Gott ist ihr Zeuge - wie diese Nonnen gestimmt haben, weiß nur der Herr (© dapd)

Wie erste Umfragen ergeben haben, stimmten die Iren im Referendum am Donnerstag mit einer knappen Mehrheit für den EU-Fiskalpakt. Ein "Nein" hätte womöglich dramatische Auswirkungen auf den Euro gehabt.

Zwar beginnt die Auszählung der Stimmen erst am Freitagvormittag und ein offizielles Ergebnis wird erst am Abend feststehen, doch irische Politiker haben bereits verkündet, dass sich das Volk für den EU-Fiskalpakt ausgesprochen hat. In Umfragen hatte sich eine breite Zustimmung für den Pakt abgezeichnet, obwohl dies für die Iren bedeutet, dass sie in Zukunft einen herben Sparkurs fahren und auf Sozialleistungen verzichten müssen.

Vor allem für Deutschland ist der Ausgang des Referendums wichtig, denn davon abhängig ist das "Ja" zum Euro-Rettungsfond. Derzeit gehen die Prognosen davon aus, dass rund 60 Prozent der irischen Wähler für den Fiskalpakt gestimmt haben. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 3,1 Millionen Stimmberechtigten allerdings nur bei knapp 50 Prozent.

Die Stimmung unter den Iren wird zunehmend EU-feindlicher. Nicht wenige fordern den Austritt aus dem Bündnis und aus der Eurozone. In manchen Teilen des Landes wird bereits wieder irische Pfund akzeptiert. Aufgrund der Verfassung ist Irland das einzige EU-Land, das eine Volksabstimmung über den Fiskalpakt machen musste. Irland erhielt in den vergangenen zwei Jahren rund 85 Milliarden Euro Finanzhilfe.

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