Druck auf Teheran Welt

Ab sofort: EU belegt Iran mit Öl-Embargo

Iran Öl Embargo

Ein Ölfeld südwestlich von Teheran

Iran Öl Embargo

Ein Ölfeld südwestlich von Teheran

Im festgefahrenen Atomstreit mit dem Iran tritt am Sonntag ein Ölembargo der Europäischen Union in Kraft. Auch Altverträge für die Lieferung iranischen Öls müssen zu dieser Frist enden. Versicherer in der EU dürfen außerdem nicht mehr die Absicherung von iranischen Öltransporten übernehmen. Auf diese Strafmaßnahmen hatte sich die EU im Jänner geeinigt.

Die EU-Außenminister bekräftigten in der vergangenen Woche noch einmal, dass sie an den neuen Sanktionen festhalten und auch weitere Strafmaßnahmen erwägen. Der Iran, der im Verdacht steht, heimlich an einer Atombombe zu bauen, warnte dagegen mehrmals vor negativen Folgen des Embargos für die Atomgespräche mit dem Westen.

Andere Käufer gefunden
Die Sanktionen hätten "keine Auswirkung" auf den Iran, zitierten iranische Medien am Sonntag den Ölminister Rostam Ghassemi. Teheran habe angesichts der Strafmaßnahmen bereits "notwendige Entscheidungen" getroffen und neue Käufer gefunden, die "Europa ersetzen".

Die Europäische Union hatte das Ölembargo im Jänner beschlossen, um so im festgefahrenen Atomstreit den Druck auf Teheran zu erhöhen. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur sind die Öl-Exporte des Landes aufgrund der Sanktionen seit Jahresbeginn bereits zurückgegangen.


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