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04.07.2012
Physikalischer Durchbruch
CERN entdeckt wichtiges "Gottteilchen"
Im Teilchenbeschleuniger LHC werden die letzten mit HIlfe der Wissenschaft zu beantwortenden Fragen des Universums gelöst. (© Keystone)
+++ Einstein behielt recht - CERN machte Fehler +++
Das nach dem britischen Physiker Peter Higgs benannte Teilchen spielt eine wichtige Rolle in der gängigen Theorie über den Aufbau des Universums. Es sorgt demnach dafür, dass alle Objekte eine Masse haben. Der heute 83-jährige Higgs hatte die Existenz des Teilchens 1964 vorhergesagt.
Videopanne des Kernforschungszentrums
Dem Kernforschungszentrum unterlief vor der weltweit mit Spannung erwarteten Stellungnahme zum Elementarteilchen Higgs-Boson ein Patzer. Versehentlich stellte das Forschungszentrum am Dienstag kurzzeitig ein Video (siehe rechts) ins Internet, in dem die Beobachtung eines neuen Teilchens - mutmaßlich des sogenannten "Gottesteilchens" - bestätigt wird. "Wir haben ein neues Teilchen beobachtet", sagt CERN-Sprecher Joe Incandela in dem Video, das die US-Zeitschrift Science News zuerst entdeckte.
Letzter fehlender Baustein
Für die Wissenschafter ist es das letzte noch fehlende - aber absolut zentrale - Elementarteilchen, um das Standardmodell der Materie zu begründen. Würde es nicht existieren, stünde das gesamte seit Jahren die Physik beherrschende Theoriemodell infrage. Bei der Suche nach dem Higgs-Teilchen werden seit Monaten am CERN an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz in dem 27 Kilometer langen Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider) Protonen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und aufeinander geschleudert.
Sieht so ein Gottesteilchen aus? (© Reuters)
Die Wissenschafter haben die Daten von einer Million Milliarden (zehn hoch 15) Protonen-Protonen-Kollisionen ausgewertet. Bis Ende dieses Jahres erwarten die Wissenschafter von CMS, den bis jetzt aufgezeichneten Datensatz verdreifachen zu können. Diese zusätzlichen Daten würden es ermöglichen, die Natur dieses beobachteten neuen Teilchens tiefer zu ergründen, heißt es in einer Aussendung des Hephy.
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