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10.07.2012

Tausende ohne Strom & Wasser

Nach der Flut kommen Durst und Dunkelheit

Nach der Überschwemmung sind Tausende obdachlos, haben keinen Strom und kein Wasser

Nach der Überschwemmung beginnen die Aufräumarbeiten - Tausende sind obdachlos, haben keinen Strom und kein Wasser (© APA/Heute.at-Montage)

Tausende Menschen sind nach dem verheerenden Hochwasser in Südrussland mit mindestens 170 Toten weiter ohne Strom und Trinkwasser.

Innerhalb von zwei Tagen solle die Gasversorgung in der Urlaubsregion wiederhergestellt werden, kündigte das Zivilschutzministerium am Dienstag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti an. Etwa 10.000 Rettungskräfte suchten in dem Gebiet rund 1200 Kilometer südlich von Moskau nach weiteren Opfern.

Arbeiter und Freiwillige verteilen an die Einwohner von Krymsk Lebensmittel

Arbeiter und Freiwillige verteilen an die Einwohner von Krymsk Lebensmittel (© Russisches Ministerium für Zivilschutz)

Helfer melden sich aus ganz Russland
Freiwillige aus dem ganzen Land haben sich gemeldet und wollen helfen. Aus der Hauptstadt reisen sie mit Rekruten zum Hilfseinsatz an. Sie sollen bei Aufräumarbeiten und der Trinkwasserverteilung helfen.

+++ Südrussland unter Wasser: Menschen sterben in Jahrhundert-Flut +++

700 Kinder in Sicherheit gebracht
Insgesamt seien rund 30.000 Bewohner obdachlos, berichteten die Behörden. Etwa 200 Menschen lägen noch in Krankenhäusern. Aus Feriencamps in der beliebten Urlaubsregion am Schwarzen Meer seien 700 Kinder in Sicherheit gebracht worden. In Moskau und anderen Städten trafen tonnenweise Spenden für die Opfer ein.

Die Behörden machen extreme Wetterbedingungen für die plötzliche Flut vom Wochenende verantwortlich. "Zwei Flüsse schwollen wegen starker Regenfälle stark an, sie konnten kein Wasser mehr aufnehmen", sagte der Chef der Behörde für technische Sicherheit, Nikolai Kutyn, der Zeitung Moskowski Komsomolez. Er widersprach Berichten, wonach Wasser aus Stauseen abgelassen worden sei. Es gebe keine Schäden an den Reservoirs, sagte Kutyn. Die Behörden hatten eingeräumt, dass die Bewohner nicht früh genug vor dem Hochwasser gewarnt worden waren.

APA/red.

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