In Südrussland Welt

Bewohner haben nach der Flut Angst vor Seuchen

Bewohner haben nach der Flut Angst vor Seuchen

Durch die der Flut folgenden, großen Hitze bietet sich der perfekte Nährboden für Seuchen. (© Reuters)

Nach der Flut droht den betroffenen Gebieten in Südrussland nun eine Seuche.
Durch die der Flut folgenden, großen Hitze bietet sich der perfekte Nährboden für Seuchen.
In den russischen Überschwemmungsgebieten wächst nach der Flutkatastrophe die Angst vor Seuchen. In der am schwersten betroffenen Stadt Krimsk im Süden des Landes befürchteten die Bewohner angesichts fehlender Sanitäreinrichtungen und großer Hitze am Dienstag ansteckende Krankheiten.

+++ Nach der Flut kommen Durst und Dunkelheit +++

Das Flutwasser stand stellenweise über zwei Meter hoch
Das Flutwasser stand mancherorts mannshoch.
Die Internetseite Lifenews berichtete, 50 Menschen lägen in dortigen Krankenhäusern bereits mit Infektionskrankheiten auf Spezialstationen. Russlands oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko bezeichnete gegenüber der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti Berichte über Massenansteckungen aber als "unverantwortliche Lüge".

Bei der Flutkatastrophe am Wochenende waren im Süden des Landes nach jüngsten Angaben 172 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 30.000 Menschen haben laut Behörden unter den Folgen der Überschwemmungen zu leiden. In Krimsk konnten bis Dienstag nach offiziellen Angaben wieder 80 Prozent der Haushalte an das Stromnetz angeschlossen werden. Über fließendes Wasser sollen demnach bis Mittwoch wieder alle Bürger des Ortes verfügen. Regierungschef Dmitri Medwedew wies die Verantwortlichen an, alle 400 zerstörten Häuser in der Region bis spätestens November wieder aufzubauen.

Schriftliche Erklärung
Derweil wurde die Kritik am Krisenmanagement immer lauter. In Krimsk machten am Dienstag Gerüchte die Runde, die Flutopfer müssten für den Erhalt von Entschädigungen schriftlich bestätigen, vor der Katastrophe gewarnt worden zu sein. Die Wirtschaftszeitung Kommersant berichtete diesbezüglich vom Fall einer 54-Jährigen, deren Schwester und Schwager in den Fluten ums Leben gekommen waren. Sie war nach eigenen Angaben von den Behörden aufgefordert worden, solch eine Erklärung zu unterschreiben, um als Opfer registriert zu werden. Die Behörden wiesen die Vorwürfe als "unsinnig" zurück.

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