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14.07.2012
Nach Gesetzesverschärfung
Hunderte Entlassungen in Hollands Coffee-Shops
Das verschärfte Drogengesetz in der Niederlanden ist umstritten - immer wieder kommt es zu Protesten wie hier in Maastricht (© MICHAEL KOOREN (X01210))
Jahrelang waren die Coffee-Shops beliebte "Sehenswürdigkeiten" für Touristen. Das gehört nun der Geschichte an. Das gesetzlich herbeigeführte Aus für den Drogentourismus hat zu Massenentlassungen in Coffee Shops geführt. Bisher entließen die Haschisch-Kneipen etwa 600 Mitarbeiter infolge der neuen staatlichen Regelungen. Allein in Maastricht seien 450 Menschen betroffen, erklärte am Samstag der Sprecher der Interessenvertretung der Coffee-Shop-Angestellten (SBCN), Jo Smeets.
Seit dem 1. Mai ist in den Niederlanden ein Gesetz in Kraft, das Ausländern den Zutritt zu Haschisch-Cafés untersagt. Sie dürfen nur als geschlossene Clubs weitergeführt werden. Mitglieder können allein Erwachsene mit Wohnsitz in den Niederlanden werden. Bisher gilt das Gesetz in den drei südlichen Grenzprovinzen Zeeland, Nord-Brabant und Limburg. Im Rest des Königreichs tritt die Regelung mit polizeilichen Kontrollen erst am 1. Jänner 2013 in Kraft.
Regeln auch für Einheimische verschärft
Die Clubs dürfen jeweils bis zu 2.000 Mitglieder haben. Doch laut Smeets zögern viele Niederländer, sich dafür registrieren zu lassen. "Lediglich ein kleiner Prozentsatz der alten Kunden kommt noch", beklagte der Sprecher. Es gebe große Umsatzeinbrüche. Laut Smeets beschäftigten die Coffee-Shops früher insgesamt rund 4.500 Menschen.
Mit der Ausweitung des Gesetzes auf das gesamte Land seien weitere Massenentlassungen zu befürchten. Für die Betroffenen sei es schwierig, neue Arbeit zu finden: Eine frühere Tätigkeit in einem Coffee-Shop mache sich nicht gut bei Bewerbungen.
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