Von Außenwelt abgeschnitten Welt

Über 25 Tote nach Unwettern in Japan

Über 25 Tote nach Unwettern in Japan

Der Yabegawa Fluss in Yanagawa, Fukuoka trat über die Ufer (© Reuters)

Schwere Unwetter in Japan

An aerial view shows flooded residential area after a bank of the Yabegawa river collapsed caused by heavy rains in Yanagawa, Japan
Der Yabegawa Fluss in Yanagawa, Fukuoka trat über die Ufer
Wegen der seit Tagen anhaltenden heftigen Regenfällen sind in Japan derzeit mehr als 5.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Nach Angaben der japanischen Behörden kamen auf der südlichen Insel Kyushu durch Überschwemmungen und Erdrutsche bisher mindestens 24 Menschen ums Leben, acht weitere werden noch vermisst. Am Samstag waren rund 400.000 Bewohner der Insel aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.

Die abgeschnittene Bevölkerung werde per Helikopter mit Notrationen versorgt, teilte eine Sprecherin der Stadt Yame in der Präfektur Fukuoka im Norden der Insel mit. Noch sei unklar, wann der Zugang zu den betroffenen Gebieten wieder frei sei.

Etwa 5.440 Menschen waren demnach von der Außenwelt abgeschnitten worden, nachdem Zufahrtsstraßen durch Erdrutsche und umgestürzte Bäume blockiert worden waren. Alte und kranke Menschen wurden ausgeflogen.

Viele Tote
Das Fernsehen zeigte, wie Soldaten Wasser, Nahrung und Medizin in Militärhubschraubern in die Gebirgsregion brachten. 3.600 Menschen mussten nach Angaben des Fernsehsenders NHK am Sonntag ihre Häuser verlassen, weil diese überflutet wurden. Am Samstag hatten die Behörden rund 400.000 Menschen aufgefordert, in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen Zuflucht zu suchen - dieser Aufruf wurde inzwischen wieder aufgehoben.

Im Fernsehen war zu sehen, wie Rettungskräfte mit schwerem Gerät die Straßen von Bäumen, Schutt und Felsbrocken räumten, während Bewohner Schlamm aus ihren Häusern schaufelten. Nach offiziellen Angaben kamen bisher durch Erdrutsche und Überschwemmungen mindestens 24 Menschen ums Leben. Am schlimmsten betroffen war das Gebiet um den Vulkan Aso in der Präfektur Kumamoto, südöstlich von Yame. Dort seien 18 Menschen getötet worden, vier weitere würden vermisst.

Elf Zentimeter pro Stunde
Die japanische Wetterbehörde warnte am Sonntag vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen im Norden der Insel Kyushu, da durch hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze weitere Gewitter zu befürchten seien. Japan wird seit Mittwoch von heftigen Regenfällen heimgesucht. Am Samstagmorgen waren pro Stunde elf Zentimeter Regen gemessen worden.

Auch in der 500 Kilometer entfernten Stadt Kyoto war am Sonntag von starken Regenfällen betroffen. Medienberichten zufolge wurden dort 20 Häuser überschwemmt.


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