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18.07.2012
Attentat in Syrien
Assad-Schwager und Minister nach Anschlag tot
Der 71-Jährige galt als eine der treibenden Kräfte bei der Niederschlagung der syrischen Aufständischen (© EPA)
Der Sprengsatz sei bei einem Treffen von Ministern und Vertretern der Sicherheitskräfte explodiert, berichtete der amtliche Fernsehsender am Mittwoch. Die Tat gehe auf "Terroristen" zurück. Rebellen und Sicherheitskräfte liefern sich seit Tagen Kämpfe in der syrischen Hauptstadt.
Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, erlag Assads Schwager Assef Shawkat in einem Krankenhaus in Damaskus seinen Verletzungen. Das amtliche Fernsehen bestätigte den Tod des hochrangigen Militärs. Unklar war zunächst der Zustand von Innenminister Mohammed Ibrahim al-Shaar. Mehrere arabische Sender berichteten vom Tod des Politikers. Dem Staatsfernsehen zufolge war sein Gesundheitszustand stabil. Der libanesische Fernsehsender Al-Manar hatte berichtet, der Politiker sei bei dem Anschlag verletzt worden.
+++ Massaker in Syrien: Bis zu 250 Tote +++
Rebellen: "Das ist der Vulkan, von dem wir gesprochen haben"
Der Anschlag richtete sich gegen ein Treffen von Kabinettsmitgliedern und ranghohen Vertretern der Sicherheitsdienste im Gebäude der Nationalen Sicherheit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr, zündete der Attentäter im Versammlungssaal einen Sprengstoffgürtel.
Zu dem Anschlag bekannten sich zwei Gruppen: Die islamistische Rebellen-Organistation Liwa al-Islam erklärte auf ihrer Facebook-Seite, man habe das Krisenkontrollzentrum in Damaskus angegriffen. Die Erklärung wurde von einem Sprecher der Gruppen bestätigt. Die Freie Syrische Armee, in der Rebellen lose zusammengeschlossen sind, bekannte sich über einen Sprecher ebenfalls zu dem Anschlag. "Das ist der Vulkan, von dem wir gesprochen haben. Wir haben gerade erst begonnen", sagte der Vertreter.
+++ Botschaft bleibt trotz Kampf um Damaskus offen +++
Das Attentat ereignete sich wenige Stunden vor einer mit Spannung erwarteten Abstimmung des UNO-Sicherheitsrats über eine Resolution zu Syrien. Es wird damit gerechnet, dass Russland dagegen ein Veto einlegt. Außenminister Sergej Lawrow bekräftigte am Mittwoch noch einmal die Ablehung des vom Westen eingebrachten Resolutionsentwurfs.
Treibende Kraft hinter Niederschlagung der Aufständischen
Der 71-jährige Verteidigungsminister galt als eine der treibenden Kräfte bei der Niederschlagung der syrischen Aufständischen, die seit dem März 2011 den Sturz der Führung um Präsident Bashar al-Assad anstreben. Die Rebellen greifen seit einigen Tagen verstärkt in der syrischen Hauptstadt an. Bei den Kämpfen in Damaskus wurden nach Angaben einer Aktivistengruppe mehr als 60 Soldaten getötet.
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