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18.07.2012

Anschlag auf Airport

Touristenbus flog in Bulgarien in die Luft

Ausgebrannte Busse nach dem Bombenanschlag auf den Flughafen

Ausgebrannte Busse nach dem Bombenanschlag auf den Flughafen (© Reuters)

Bei einem Anschlag auf einen mit israelischen Touristen besetzen Reisebus sind am Mittwoch in Bulgarien mindestens vier Menschen getötet worden.

Die bulgarische Polizei erklärte, drei Personen seien sofort tot gewesen, eine sei später im Krankenhaus verstorben. In örtlichen Medienberichten ist von mindestens sieben Toten und 33 Verletzten die Rede. Der bulgarische Innenminister Zwetan Zwetanow sagte im staatlichen Hörfunk, es handle sich um einen geplanten Angriff. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu beschuldigte den Iran, hinter der Tat zu stecken. Israel werde darauf hart reagieren.

Die Explosion ereignete sich am Nachmittag am Flughafenareal der Schwarzmeerstadt Burgas. Der Bus sei in Flammen aufgegangen. Der Bürgermeister der Stadt, Dimitar Nikolow, sagte, dass sich in dem betroffenen Bus 47 israelische Touristen befunden hätten. 171 Menschen seien mit einem Flug aus Israel in Bulgarien angekommen. Unter ihnen war auch ein US-Amerikaner und ein slowenischer Passagier. "Auf einen Bus mit israelischen Bürgern wurde geschossen und ein Sprengkörper geworfen", sagte Ofir Gendelman, ein Sprecher von Ministerpräsident Netanyahu.

"Wir entkamen durch ein Loch im Bus"
Nach den Worten einer israelischen Augenzeugin handelte es sich wahrscheinlich um einen Selbstmordanschlag. Die Zeugin berichtete telefonisch dem israelischen Armeerundfunk: "Wir gehen davon aus (dass es ein Selbstmordanschlag war)". "Wir haben uns hingesetzt und nur Sekunden später hörten wir einen lauten Knall und dann rannten wir weg. Wir entkamen durch ein Loch im Bus", berichtete Aviva Malka vom Ort des Zwischenfalls. "Wir haben Leichen gesehen und viele Verletzte."

"Alle Spuren weisen auf den Iran hin", sagte Netanyahu nach Medienberichten. In den vergangenen Monaten habe es versuchte Anschläge auf Israelis in Thailand, Indien, Georgien, Kenia und Zypern gegeben. "18 Jahre nach dem Bombenanschlag auf das Gebäude der israelischen Gemeinde in Argentinien geht der iranische Terror gegen unschuldige Menschen weiter", sagte der Regierungschef. Er sprach von einer "weltweiten iranischen Terrorkampagne".

"Heute ist so ein schwerer Tag"
Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak sprach von einem "schweren Anschlag" auf Israelis. "Wir verfolgen seit einiger Zeit die Absichten von Terrororganisationen - Hisbollah, Hamas, iranischen Elementen und dem Jihad - Anschläge in aller Welt zu verüben", sagte Barak nach Angaben seines Büros in Tel Aviv. "Wir führen einen langen Kampf gegen sie, es gibt Erfolge und es gibt schwere Tage. Heute ist so ein schwerer Tag."

Israelische Medien meldeten, der israelische Außenminister Avigdor Lieberman habe mit seinem bulgarischen Amtskollegen telefoniert. Medienberichten zufolge will Israel ein Hilfsteam von Ärzten und Sanitätern mit medizinischer Ausrüstung nach Burgas schicken. Im Außenministerium in Jerusalem sei eine Krisensitzung einberufen worden.

Explosionsort abgeriegelt
Am Flughafen von Burgas riegelte die Polizei unterdessen den Explosionsort ab. Der Flugverkehr wurde eingestellt und die Flüge nach Warna umgeleitet, wie der deutsche Betreiber Fraport mitteilte. 30 Busreisende seien in ein Krankenhaus in Burgas gebracht worden, meldete der Fernsehsender bTV. Ständig würden neue Verletzte eingeliefert.

Weitere Busse seien beschädigt worden, berichtete die staatliche bulgarische Nachrichtenagentur BTA. Augenzeugen zufolge ist einer der Busse explodiert und das Feuer habe zwei weitere Busse erfasst. Israelische Medien meldeten, einige der Touristen seien in Panik aus dem brennenden Bus gesprungen. Die Israelin Shoshi Eiler erzählte der Nachrichtenseite ynet: "Der Bus neben uns ist in die Luft geflogen. Schwarzer Rauch stieg auf und die Menschen liefen hysterisch in Richtung Terminal."

Beliebter Touristenort
Burgas liegt rund einhundert Kilometer nordwestlich von Istanbul am Schwarzen Meer. Die Schwarzmeerküste erfreute sich in den vergangenen Jahren bei israelischen Touristen zunehmender Beliebtheit. Die Beziehungen zwischen Israel und Bulgarien sind exzellent. Im Zweiten Weltkrieg war Bulgarien das einzige mit dem Deutschen Reich verbündete Land, das Juden vor den Nazi-Konzentrationslagern bewahrte. Dies wird bei bilateralen Treffen zwischen Bulgarien und Israel immer wieder erwähnt.

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