Vor Amoklauf Welt

"Batman-Killer" legte Sprengfalle in Wohnung

"Batman-Killer" legte Sprengfalle in Wohnung

Die Menschen sind geschockt, die Polizei untersucht die Wohnung des Amokläufers James Holmes (© APA/dpa/Reuters)

Die Menschen sind geschockt, die Polizei untersucht die Wohnung des Amokläufers James Holmes
Die Menschen sind geschockt, die Polizei untersucht die Wohnung des Amokläufers James Holmes
Nach dem Amoklauf in einem Kino in Colorado tappte die Polizei bei Ermittlungen fast in eine Falle. In der Wohnung des mutmaßlichen Attentäters von Denver befindet sich nach Polizeiangaben eine Sprengfalle.

Ein Amoklauf während einer Filmpremiere mit zwölf Toten im US-Bundesstaat Colorado hat in den USA für Entsetzen gesorgt. Der Angreifer drang in der Nacht auf Freitag während einer Vorführung des neuesten "Batman"-Films in ein Kino in der Stadt Aurora nahe Denver ein und eröffnete das Feuer, wie die Polizei mitteilte. Rund 40 Menschen wurden verletzt, der mutmaßliche Täter konnte festgenommen werden.

Nach Angaben der Polizei war der 24 Jahre alte Angreifer mit einem Gewehr und zwei Pistolen bewaffnet, außerdem trug er eine Schutzweste und eine Gasmaske, als er in das voll besetzte Kino stürmte. Der Polizeichef von Aurora, Dan Oates, sagte, laut Kinobesuchern habe der Amokläufer zunächst womöglich eine Tränengas-Granate oder Rauchbombe geworfen und dann das Feuer eröffnet.

Panik brach aus
Unter den hunderten Zuschauern des "Batman"-Films "The Dark Knight Rises" brach Panik aus. "Die Leute fingen an, aus dem Kinosaal zu rennen, es gab Schüsse, als die Polizisten eintrafen und schrien: 'Runter mit Euch'", berichtete Benjamin Fernandez der Zeitung Denver Post.

Polizisten zufolge wurde der aus der Region stammende Verdächtige auf einem Parkplatz hinter dem Kino festgenommen; er habe keinen Widerstand geleistet. Medienberichte über einen möglichen zweiten Angreifer wies die Polizei zurück. Nach Angaben des Weißen Hauses gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat.

Tote bei Amoklauf in US-Kino

Colorado Amoklauf
Ein Amoklauf wie in Colorado konnte zum Glück verhindert werden.
"Ausgefeilte" Sprengfallen
In seiner Wohnung hatte der Amokläufer "ausgefeilte" Sprengfallen ausgelegt, wie US-Medien unter Berufung auf Polizeichef Oates berichteten. Es seien "entzündbare und explosive" Materialien gefunden worden. Zuvor hatte die Polizei das gesamte Wohngebäude evakuiert.

In vielen Lichtspielhäusern in den Vereinigten Staaten wurde der neue "Batman"-Film in Spezialvorführungen zur Premiere um Mitternacht gezeigt. Ab 24. Juli startet der Film mit Vorpremieren in Österreich. Die für Freitagabend vorgesehene "Batman"-Premiere auf der Prachtstraße Champs-Elysees in Paris in Anwesenheit von Hauptdarsteller Christian Bale und den Schauspielern Anne Hathaway, Marion Cotillard und Morgan Freeman wurde abgesagt.

Amokschütze war vermutlich Student
Der Amokschütze James Holmes hat nach Angaben des Senders NBC an der University of Colorado in Aurora Neurowissenschaften studiert. Er habe sich im Juni 2011 eingeschrieben, aber sei dabei gewesen, sein Studium aufzugeben, hieß es unter Berufung auf Angaben der Medizinischen Fakultät. Nach weiteren Angaben wuchs Holmes in San Diego (Kalifornien) auf. Eine Polizeivertreterin zitierte aus einer Erklärung seiner Eltern, die den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aussprachen.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich schockiert über den Amoklauf. Er unterbrach seine Wahlkampftour und kehrte nach Washington zurück. Das Blutbad sei "sinnlos" und "böse", sagte er. In der Trauer um die Opfer seien alle Bürger als "eine amerikanische Familie vereint". "Die Menschen, die wir in Aurora verloren haben, liebten und wurden geliebt."

Lesen Sie weiter: Das sagen Augenzeugen zur Bluttat
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