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22.07.2012

Batman-Attentat

Alle 12 Opfer identifiziert, kein Komplize

Nach dem Amoklauf von Aurora sind alle zwölf Toten identifiziert. Die mit Sprengfallen präparierte Wohnung des Attentäters konnte nach zwei Tagen betreten werden. Die Polizei hat Medienberichte über einen möglichen Komplizen des Amokläufers bei der Vorbereitung seiner Tat zurückgewiesen.

"Es gibt zahlreiche unbestätigte und falsche Medienberichte über einen zweiten Verdächtigen", erklärte eine Polizeisprecherin in der Nacht zu Sonntag. Zwar sei richtig, dass ein Bekannter des mutmaßlichen Amokläufers James Holmes am Samstagabend von der Polizei verhört worden sei. Es gebe aber keinen Grund, von einer Tatbeteiligung des Mannes auszugehen. Weitere Angaben wollte die Polizeisprecherin nicht machen.

Kein Mittäter
Medien hatten berichtet, die Polizei suche nach einem Studienkollegen des festgenommenen 24 Jahre alten Holmes wegen einer möglichen Beteiligung an den Vorbereitungen des Blutbades. Demnach hatte der Mann die Polizei angerufen und mit neuer Gewalt gedroht, sollte Holmes nicht aus der Haft entlassen werden. Bereits kurz nach dem Amoklauf während einer "Batman"-Filmpremiere hatten Medien von einem möglichen zweiten Schützen berichtete, die Polizei hatte dies aber zurückgewiesen.

Der mutmaßliche Amokläufer, der 24 Jahre alte James Holmes, hatte in der Nacht zu Freitag in einem Kino in Aurora im US-Staat Colorado während einer "Batman"-Filmpremiere das Feuer auf die Kinogänger eröffnet. 58 Menschen wurden verletzt. Der Attentäter soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Er wurde indes zum Schutz vor Gefängnisinsassen in eine Einzelzelle verlegt, teilte die Polizei mit.

Unter den Opfern ist auch ein sechs Jahre altes Mädchen, wie die zuständige Gerichtsmedizin am Samstag (Ortszeit) mitteilte. Einem Bericht der Denver Post zufolge wurde die 25 Jahre alte Mutter des Mädchens durch Schüsse in den Nacken und den Bauch schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr. Sie wisse noch nichts vom Tod ihrer Tochter. Nach Angaben der Gerichtsmedizin wurden alle Opfer durch Schüsse getötet. Die meisten waren zwischen 20 und 30 Jahren alt.

US-Präsident Barack Obama wollte am Sonntag den Schauplatz des Amoklaufs besuchen und Angehörige der Opfer treffen.

Granaten im Wohnzimmer
Experten gelang es am Samstagabend in mühevoller Kleinarbeit, die Sprengfallen in der Wohnung des 24-Jährigen zu entschärfen. Dabei wurde auch ein Roboter eingesetzt. Aus Sicherheitsgründen waren vier umliegende Gebäude evakuiert worden. Die Sprengstofffallen seien installiert gewesen, um "jeden umzubringen, der versucht hätte, in die Wohnung zu gehen", sagte Polizeisprecherin Cassidee Carlson. Nach Berichten der Zeitung USA Today war das Wohnzimmer des kleinen Apartments voll mit Feuerwerkskörpern, die so manipuliert waren, dass sie wie Granaten explodiert wären. Von der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen erhoffen sich die Ermittler Aufschlüsse über seine Motive.

Debatte über Waffengesetz
Der Amoklauf hat auch eine Debatte über die Verschärfung der Waffengesetze in den USA ausgelöst. Einem entsprechenden Aufruf des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg schloss sich am Samstag auch der mexikanische Präsident Felipe Calderon an. "Nach der Tragödie von Colorado muss der US-Kongress seine irrige Waffen-Gesetzgebung überprüfen. Sie fügt uns allen Schaden zu", schrieb Calderon in einem Twitter-Eintrag am Samstag. Die Waffengesetze Colorados gelten selbst für amerikanische Verhältnisse als locker.

Schauspieler "entsetzt"
Der Darsteller von "Batman", der britische Schauspieler Christian Bale, zeigte sich "entsetzt" über den Amoklauf. "Worte können nicht das Grauen ausdrücken, das ich empfinde", erklärte Bale am Samstag. Er könne sich nicht einmal ansatzweise den Kummer und den Schmerz der Opfer vorstellen, aber sein Herz sei bei ihnen, erklärte der Schauspieler weiter. Bereits am Vortag hatte "Batman"-Regisseur Christopher Nolan den Amoklauf in scharfen Worten verurteilt und von einer Entweihung des Kinos gesprochen.

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