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25.07.2012

Syrien vor Kollaps

Türkei schließt Grenze, Massenpanik in Damaskus

Während Familien und Verletzte verzweifelt versuchen aus Syrien zu fliehen will die Türkei die Grenze abriegeln

Während Familien und Verletzte verzweifelt versuchen aus Syrien zu fliehen will die Türkei die Grenze abriegeln (© APA/Heute.at-Montage)

Die Türkei wird nach eigenen Angaben ihre Grenze zu Syrien schließen. Die Grenzübergänge würden am Mittwoch bis auf Weiteres aus "Sicherheitsgründen" dichtgemacht, sagten verschiedene Vertreter der türkischen Behörden.

Die Wiederöffnung der Grenze hänge von der weiteren Entwicklung ab, fügte er hinzu.

An den Grenzposten auf syrischer Seite hatte es in den vergangenen Tagen heftige Kämpfe zwischen Rebellen und der syrischen Armee gegeben. Ähnlich angespannt war die Lage an mehreren Grenzübergängen zum Irak.

In dem seit Mitte März 2011 andauernden Konflikt in Syrien wurden nach Oppositionsangaben bisher mehr als 19.000 Menschen getötet. Viele Syrer sind bereits in Nachbarländer geflohen, zu denen auch der Libanon und Jordanien gehören.

+++ Europa erwartet eine syrische Flüchtlingswelle +++
+++ Zehntausende Syrer auf der Flucht +++

Massenpanik in Damaskus
Syrische Regierungstruppen haben Oppositionellen und Bewohnern zufolge am Mittwoch eine Vorstadt von Damaskus schwer unter Beschuss genommen. Hunderte Familien aus al-Tel seien auf der Flucht, sagten Regierungsgegner.

Bei dem Angriff auf die von Rebellen gehaltene Stadt mit rund 100.000 Einwohnern in der Nacht seien vermutlich Wohnhäuser getroffen worden. "Militärhubschrauber fliegen über der Stadt. Die Leute sind durch die Explosionen wachgeworden und versuchen, wegzukommen", sagte ein Oppositioneller am Telefon. Die Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und Aufständischen hatten zuvor die Altstadt der Finanzmetropole Aleppo erreicht.

+++ Wahnsinn: Syrien will Chemiewaffen einsetzen +++

ein Foto aus besseren Zeiten: Bashar al-Assad neben Manaf Tlass bei einem Kongress im Jahr 2000

ein Foto aus besseren Zeiten: Bashar al-Assad neben Manaf Tlass bei einem Kongress im Jahr 2000 (© SANA Handout)

Assads ehemaliger Vertrauter prangert Diktator an
Der desertierte Brigadegeneral und frühere Freund von Präsident Bashar al-Assad, Manaf Tlass, warf den Regierungstruppen Verbrechen vor. Das Regime sei korrupt, sagte der ins Ausland geflohene Tlass dem Sender Al Arabiya. Es waren die ersten öffentlichen Äußerungen des ehemals hochrangigen Kommandeurs der Republikanischen Garden. Tlas war als einer der wenigen sunnitischen Muslime Teil des innersten Machtzirkels um Assad, der größtenteils aus Alawiten besteht.

Dutzende hochrangige Militärs haben sich abgesetzt, unter anderen als Reaktion auf Massaker der Regierungstruppen. Aktivisten berichteten am Dienstag, bei einem Angriff auf eine Moschee hätten Soldaten bis zu 30 Gläubige getötet.

APA/red.

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