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30.07.2012

Bei Verhaftung in Slowenien

Waldmensch Gabriel K. flüchtete in See

So lebte der "Waldmensch" mit seiner Partnerin und dem Baby in den österreichischen Wäldern

So lebte der "Waldmensch" mit seiner Partnerin und dem Baby in den österreichischen Wäldern (© Fotolia.com/Symbolbild)

Am Montag stöberten slowenische Polizisten endlich jenen "Waldmenschen" auf, den die Kärntner Polizei seit über einer Woche sucht. Gabriel K., der 27 Jahre alte mutmaßliche Serieneinbrecher, war mit seiner Familie im Lavanttal (Bezirk Wolfsberg) aufgestöbert worden. Bei seiner Verhaftung versuchte er noch zu fliehen und einen Beamten anzugreifen.

Der gebürtige Deutsche steht im Verdacht, in Kärnten und der Steiermark Einbrüche in Almhütten verübt zu haben. Weil der Mann mit seiner Partnerin vorwiegend in Wäldern lebte wurde er als "Waldmensch" bezeichnet.

Der 27-jährige Deutsche ist bei der Verhaftung mit einem Messer auf die slowenischen Polizeibeamten losgegangen. Nach Angaben der Kärntner Polizei war der mutmaßliche Serieneinbrecher in eine Personenkontrolle geraten. Nachdem er die Polizisten tätlich attackiert hatte, flüchtete er in einen See. Die Polizei zog Einsatzkräfte zusammen, die den Mann schließlich festsetzen konnten

Mit seiner 25-jährigen Frau soll der Mann seit Herbst 2011 zu Fuß quer durch Österreich unterwegs gewesen sein und mehrere Einbrüche in Almhäuser und Hütten begangen haben. Als seine Begleitern gefasst wurde, flüchtete der 27-Jährige. Die Frau hatte ein drei Monate altes Baby bei sich, das sie am 11. April in einem Wald im weststeirischen Bezirk Deutschlandsberg zur Welt gebracht haben soll. Mutter und Kind wurden zunächst in einem Frauenhaus untergebracht.

+++ Kärntner "Waldmensch" soll Terrorkontakte haben +++

Besondere Aufmerksamkeit erregte der Fall, weil der Mann zum Islam übergetretenen war. Medien berichteten von einem "europaweitem Haftbefehl wegen des Verdachts der terroristischen Umtriebe". Der Kärntner Sicherheitsdirektor Albert Slamanig sagte aber, dass eine internationale Fahndung wegen Terrorismus "nicht aufrecht" sei.

APA/red.


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