Österreichisches Projekt Welt

Unterwasser-Ausstellung vor Florida

Unterwasser-Ausstellung vor Florida

(© Andreas Franke)

Unterwasserprojekt

Unterwasser Bild 7
24.27 N, 81.44. Das sind die Koordinaten der USS General Hoyt S. Vandenberg. Das Schiff wurde 2009 ins Schwarz des Ozeans hinabgelassen, um in 40 Meter Tiefe, vor der Küste Floridas, als künstliches Riff zu fungieren.

Es war diese geheimnisvolle Leere, die den renommierten österreichischen Werbefotograf und Taucher Andreas Franke nicht mehr loslassen sollte. Franke erkannte in dem ruhenden Riesen die fantastischen Möglichkeiten einer einzigartigen Bühne. Eine surreal lebendige Bühne, deren verschworene Mystik er mit konkreten, im Studio gestellten Szenen des Alltags konterkariert und zu einer absurd einzigartigen Welt ergänzt.

Kunst in der Stille
Ein Boxkampf, ausgetragen in der Stille des Ozeans. Ein kleines Mädchen, mit einem Schmetterlingsnetz auf dem verlassenen Deck laufend. Zwei Jungen im selbstvergessenen Spiel mit Dreirad und Teddybär. Es ist eine in sich versunkene vergessene Welt, die still im Niemandsland zwischen Vergangenheit und Gegenwart existiert.

Und Franke wollte diese "Unter"welt mit dem "Oben" teilen. Die beste Galerie dafür: 24.27 N, 81.44 W, 40 Meter unter dem Meeresspiegel. Der ausrangierte Riese sollte nicht nur mystisch faszinierende Bühne sein, sondern auch Ausstellungsort.

Die Ausstellung zog nicht spurlos an den Bildern vorüber. Die See hat ganze Arbeit geleistet. Mit Algen und Mikroorganismen hat das Salzwasser auf jedem Fotorahmen eine ganz spezielle Patina hinterlassen: Die Handschrift des Ozeans, die den Fotos das Antlitz bizarrer Vergänglichkeit verleiht.

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