Schießerei in Sikh-Tempel Welt

USA: Erneut Amoklauf mit mehreren Toten

USA: Erneut Amoklauf mit mehreren Toten

Polizisten auf dem Gelände des Sikh Tempels in Oak Creek (© Jeffrey Phelps (FR59249 AP))

Schießerei in Sikh-Tempel
Polizisten auf dem Gelände des Sikh Tempels in Oak Creek
Bei einer Schießerei in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin kamen am Sonntag nach Polizeiangaben mindestens sieben Menschen ums Leben, drei Menschen wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Spital gebracht.

Die Bluttat ereignete sich Sonntagvormittag in einem Sikh-Tempel in Oak Creek in Wisconsin. Die Polizei wurde um 10:40 Uhr Ortszeit (17.40 Uhr MESZ) alarmiert. Wie der Lokalsender WISN berichtete, könnten sich zum Zeitpunkt der Bluttat rund 100 Gläubige im Tempel aufgehalten haben. Oak Creek habe eine blühende Sikh-Gemeinde mit etwa 400 Mitgliedern.

Die Zeitung Milwaukee Journal Sentinel zitierte ein Mitglied der Glaubensgemeinschaft der Sikhs, der angab, ein etwa 30-jähriger Weißer habe das Feuer auf die Gläubigen eröffnet. Zu Mittag seien Polizeieinheiten in den Tempel vorgedrungen und hätten die dort ausharrenden nicht verletzten Personen in Sicherheit gebracht.

Schießerei in US-Sikh-Tempel

Amoklauf in Oak Creek
Menschen zitterten um ihre Angehörigen
Schütze in Tempel "niedergestreckt"
Ein Polizist stellte den Schützen im Tempel. Der Beamte wurde durch mehrere Schüsse verletzt, ist aber nicht in Lebensgefahr. Der Täter sei dann selbst "niedergestreckt" worden, schilderte ein Polizei-Sprecher. Unklar war weiterhin, ob sich weitere Schützen in dem Tempel befinden. Medien hatten berichtet, dass sie sich möglicherweise mit Geiseln verschanzt hätten.

Sikhs sind Anhänger einer im 15. Jahrhundert in Nordindien entstandenen religiösen Reformbewegung. Vor drei Jahren hatte es in einem Wiener Sikh-Tempel eine Schießerei zwischen Anhängern rivalisierender Strömungen innerhalb der Glaubensgruppe gegeben. Ein aus Indien angereister Guru kam ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Der Vorfall löste Ausschreitungen in Indien aus.

Erst am 20. Juli war die US-Öffentlichkeit von der Bluttat eines Amokschützen erschüttert worden, der in einem Kino in Aurora im Bundesstaat Colorado 12 Menschen tötete und 58 weitere verletzte.


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