Feuer auf Kanaren-Insel Welt

Waldbrand bedroht Welt-Naturerbe

Waldbrand bedroht Welt-Naturerbe

Auf La Gomera wüten Waldbrände im geschützten Nationalpark Garanjonay. (© APA/EFE)

Garanjonay La Gomera
Auf La Gomera wüten Waldbrände im geschützten Nationalpark Garanjonay.
Ein Waldbrand auf der Kanaren-Insel La Gomera hat den zum Welt-Naturerbe gehörenden Nationalparak Garajonay erreicht. Zwei weitere Brände wüteteten nach Behördenangaben nahe den Parkgrenzen außer Kontrolle und breiteten sich aus. Auch auf der Nachbarinsel La Palma loderten die Flammen, bis Montag verbrannten rund 3000 Hektar Wald.

Den Löschmannschaften sei es bisher nicht gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, teilte die Regierung der autonomen spanischen Region der Kanaren am Montag mit.

Rund 600 Bewohner mehrerer Siedlungen hatten ihre Wohnungen vorsorglich räumen und die Nacht bei Freunden und Verwandten verbringen müssen. Nach Angaben der Regierung wurden bereits 3.000 Hektar Wald vernichtet. Auf der Nachbarinsel La Palma gelang es der Feuerwehr, einen Waldbrand einzudämmen.

Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz, um die in unwegsamem Gelände wütenden Feuer zu bekämpfen. Auf La Gomera wurden fünf Straßen gesperrt, über der kleinen Insel lag eine dunkle Rauchwolke. Die Behörden hofften, dass das Wetter den Feuerwehrleuten in den nächsten zwei Tage zur Hilfe kommen könnte.

Der zum UNESCO-Welterbe zählende Nationalpark Garajonay besteht zu rund 70 Prozent aus Lorbeerbäumen. Er liegt nahezu ständig in dichtem Nebel. Die anhaltende Feuchtigkeit könnte nach Einschätzung der spanischen Medien ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern.

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