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08.08.2012

Flut steht sechs Meter hoch

Wasser vs. Menschen: Verheerende Taifune in Asien

Das ist kein Tsunami, sondern "nur" der Wind: Leute laufen vor den Wellen des Qiantang-Flusses in hangzhou davon

Das ist kein Tsunami, sondern "nur" der Wind: Leute laufen vor den Wellen des Qiantang-Flusses in Hangzhou davon. (© Reuters)

Mit voller Wucht ist der Taifun "Haikui" am Mittwoch auf die chinesische Ostküste getroffen, hat Häuser zum Einsturz gebracht und Stromleitungen gekappt. Nachdem die Behörden zuvor bereits mehr als 1,5 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht hatten, erreichte "Haikui" in der Früh die Provinz Zhejiang südlich der Metropole Shanghai. Auf den Philippinen wird nach heftigen Überschwemmungen aufgeräumt.

Zwar ließ die Stärke des Sturms etwas nach, jedoch hinterließ "Haikui" knapp 400.000 Haushalte in Zhejiang ohne Strom. In der Stadt Ningbo stürzten zwei Gebäude ein. Die Feuerwehr konnte alle noch darin befindlichen Menschen retten. Auf der Spitze eines Berges im Bezirk Jiaxing saßen rund 1.000 Touristen wegen des Unwetters fest.

Shanghai selbst blieb zunächst von dem Taifun verschont, die Behörden warnten jedoch, dass die größte Gefahr durch Regen und Wind im Tagesverlauf noch bevorstehe. Die Stadt gab die höchste Alarmstufe rot aus und forderte die Menschen auf, in ihren Häusern zu bleiben. 374.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Flüge zu den beiden Flughäfen der Stadt wurden ausgesetzt, auch einige Zugverbindungen wurden gestrichen. Baustellen und Parks mussten schließen.

Schwerster Sturm seit 2005
Die Behörden fürchten, dass "Haikui" der schwerste Sturm seit 2005 werden könnte, als sieben Menschen durch den Taifun "Matsa" ums Leben kamen. "Haikui" ist bereits der dritte Taifun in China binnen einer Woche. Am Wochenende waren laut Xinhua in anderen Landesteilen insgesamt 23 Menschen durch die Taifune "Saola" und "Damrey" getötet worden.

Der wirtschaftliche Schaden allein in der Provinz Zhejiang wird auf fünf Milliarden Yuan (rund 635 Millionen Euro) geschätzt. Etwa die Hälfte davon entfalle auf Schäden in der Landwirtschaft, hieß es. China ist seit vergangenem Freitag bereits von den Taifunen "Saola" und "Damrey" heimgesucht worden.

Manila befreit sich vom Wasser
Bei den verheerenden Überschwemmungen in der philippinischen Hauptstadt Manila und umliegenden Provinzen sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungsdienste kümmerten sich am Mittwoch um 800.000 Menschen, die aus ihren Häusern und Wohnungen geflohen waren. Unter den Toten waren neun Bewohner dreier Häuser in Manilas Stadtteil Quezon, die unter einem Erdrutsch begraben wurden. Zehn Menschen ertranken und zwei erlitten einen Stromschlag.

In den meisten Ortsteilen Manilas floss das Wasser langsam ab, aber die nördlichen Provinzen standen teilweise noch unter Wasser. "Es ist immer noch eine Rettungsaktion", sagte der Chef der Zivilverteidigung, Benito Ramos. In einigen Ortsteilen Manilas reichte das Wasser am Dienstag zeitweise sechs Meter hoch.

Die Überschwemmungen sind Folge ungewöhnlich heftiger Monsunregen. Erst vergangene Woche hatte Taifun "Saola" die Philippinen schon einmal unter Wasser gesetzt.

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