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11.08.2012

Alte Feuer flammen wieder auf

Kanareninsel Gomera brennt schon wieder

Die Feuer vernichten Teile des Welt-Naturerbes auf La Gomera.

Die Feuer vernichten Teile des Welt-Naturerbes auf La Gomera. (© APA/EFE)

Ein eigentlich als eingedämmt geltender Waldbrand auf der spanischen Kanaren-Inseln La Gomera ist wieder aufgeflammt. Es seien etwa 300 Menschen evakuiert worden, teilte die Regionalregierung der Kanaren mit. Die Evakuierten kämen aus sieben Dörfern sowie einer Erholungsanlage im Nationalpark Garajonay. Etwa zehn Prozent des Parkes waren vor wenigen Tagen durch Flammen zerstört worden. Flammen wüten auch weiter in Südeuropa.

Das Feuer war von den Behörden Mitte der Woche für eingedämmt erklärt worden. Nachdem die Flammen nun wieder aufloderten, waren am Freitagabend den Angaben zufolge drei Löschhubschrauber ununterbrochen im Einsatz, Verstärkung wurde erwartet. Der Nationalpark Garajonay gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. In ihm wurde eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt konserviert, wie sie schon vor Millionen Jahren den Mittelmeerraum prägte.

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Extreme Trockenheit
Spanien leidet in diesem Jahr unter einer extremen Trockenheit, das Land erlebte in diesem Jahr die meisten Brände seit zehn Jahren. In den ersten sieben Monaten 2012 wurden beinahe 131.000 Hektar Land von den Flammen zerstört. Nach dem trockensten Winter seit 70 Jahren hat das Feuer in Spaniens Wäldern leichtes Spiel. Im Juli fiel zudem gut die Hälfte des durchschnittlichen Regens aus.

Löschmannschaften haben am Samstag in mehreren weiteren Gegenden des Landes gegen Feuersbrünste gekämpft. Auf Teneriffa mussten 300 Bewohner eines Ortsteils von El Tanque wegen eines Waldbrands ihre Häuser verlassen und die Nacht bei Bekannten oder in einer Sporthalle verbringen. Die Region Galicien im Nordwesten Spaniens wurde ebenfalls von einer Serie von Waldbränden heimgesucht. Die Behörden riefen wegen der aktuellen Hitzewelle für Teile des Landes die höchste Alarmstufe aus.

Chalkidiki-Flammen unter Kontrolle
In Griechenland tobten am Freitag auf der Halbinsel Chalkidiki im Norden noch Brände, in Portugal kam ein Feuerwehrmann in den Flammen ums Leben. Der 53-Jährige sei am Donnerstag bei Figueiro dos Vinhos knapp 200 Kilometer nördlich von Lissabon in seinem Fahrzeug von den Flammen eingeschlossen worden, berichteten Medien am Freitag unter Berufung auf den Zivilschutz.

Am Freitag wütete den amtlichen Angaben zufolge noch ein Waldbrand in der nordöstlichen Gemeinde Algoso, 30 Kilometer von der spanischen Grenze entfernt. Bis Ende Juli hatten die Brände in Portugal nach offiziellen Angaben gut 67.000 Hektar Wald zerstört. Das sei drei Mal mehr als im Vorjahr, hieß es.

In Griechenland konnten Feuerwehr und Löschflugzeuge am Freitag mehrere Waldbrände im Norden und Süden des Landes zum Teil unter ihre Kontrolle bringen. Die Flammen auf der Halbinsel Chalkidiki bedrohten keine bewohnten Gebiete mehr. Das Feuer habe dort seit Mittwoch nach Schätzungen der örtlichen Behörden 300 Hektar Wald und landwirtschaftlich genutztes Land zerstört.

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