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12.08.2012

Waldbrände wüten

Hunderte auf Kanaren flüchten vor Feuerinferno

Auf den Kanarischen Inseln sind am Wochenende mehr als 4.700 Einwohner vor den schweren Waldbränden in Sicherheit gebracht worden. Die Rettungsdienste auf den Ferieninseln La Gomera und Teneriffa waren pausenlos im Einsatz. In Griechenland hielt ein Waldbrand nahe der Mönchsrepublik am Berg Athos die Feuerwehr in Atem. Auf der Halbinsel Chalkidiki haben Regenfälle die Lage jedoch inzwischen entspannt.

Die Feuerwehr habe große Schwierigkeiten, die Brände auf La Gomera und Teneriffa einzudämmen, sagte der regionale Wirtschaftsminister Javier Gonzalez Ortiz. Die Brände würden durch die hohen Temperaturen, die Trockenheit und den Wind angefacht. Eine Fotografin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete am Sonntag, dass in den Bergregionen von La Gomera neue Brandherde entstanden.

Auf La Gomera wurden seit Freitag rund 2.500 Menschen in Sicherheit gebracht, auf Teneriffa mussten mehr als 2.200 Einwohner ihre Häuser verlassen. Auf La Gomera fielen seit Wochenanfang rund 3.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer.

Teil des Nationalparks zerstört
Bedroht ist auf La Gomera unter anderem auch der Nationalpark Garajonay, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. In ihm wurde eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt konserviert, wie sie vor Millionen Jahren existierte. Mehrere hundert Hektar des Parks wurden bereits von den Flammen zerstört.

Auch auf dem spanischen Festland brachen erneut Brände aus, vor allem in Galicien im Nordwesten des Landes, wo in der Provinz Ourense am Samstag ein Feuer außer Kontrolle war. Im Zentrum Spaniens kämpften Feuerwehrleute gegen ein Übergreifen des Feuers auf den Nationalpark Cabaneros, in Andalusien im Süden bedrohten die Flammen den Nationalpark Donana.

Extreme Trockenheit
Spanien leidet in diesem Jahr unter einer extremen Trockenheit, das Land erlebte in diesem Jahr die meisten Brände seit zehn Jahren. In den ersten sieben Monaten 2012 wurden 132.300 Hektar Land von den Flammen zerstört. Nach dem trockensten Winter seit 70 Jahren hat das Feuer in Spaniens Wäldern leichtes Spiel.

Die griechische Feuerwehr kämpfte am Wochenende mit Unterstützung von Soldaten und Verstärkung aus Serbien gegen den verheerenden Waldbrand nahe der Mönchsrepublik am Berg Athos. 200 Feuerwehrleute und 120 Freiwillige sowie 14 Löschflugzeuge und sieben Hubschrauber waren im Einsatz. Die Armee entsandte nach eigenen Angaben mehr als 300 Soldaten und 50 Fahrzeuge, Belgrad schickte knapp 50 Feuerwehrleute.

1500 Hektar Wald vernichtet
Die Löscharbeiten wurden durch die Dichte des seit Jahrzehnten unberührten Waldes und ein ständiges Wechseln der Windrichtung erschwert. Örtlichen Abgeordneten zufolge vernichtete der Waldbrand seit Mittwoch rund 1.500 Hektar Wald, Olivenhaine und Weinstöcke auf dem Berg Athos, aber auch in den angrenzenden Touristengebieten weiter nördlich. Zwei weitere große Brände wüteten im Westen der Halbinsel Peloponnes.

Starke Regenfälle in der Nacht auf Sonntag haben den gefährlichen Waldbrand auf der Halbinsel Chalkidiki allerdings weitgehend gelöscht. "Heute morgen haben wir kaum noch Brände", sagte der Regionalgouverneur, Christos Pachtas, im griechischen Radio. Feuerwehr und Löschflugzeuge blieben jedoch in höchster Alarmbereitschaft.

Ursache oftmals Brandstiftung
In Griechenland gibt es jedes Jahr zahlreiche Waldbrände. Ursache ist oftmals Brandstiftung, aber nur wenige Täter werden gefasst. Im Jahr 2007 waren bei Waldbränden auf der Insel Euböa und der Halbinsel Peloponnes 77 Menschen ums Leben gekommen. Die Flammen verschlangen rund 250.000 Hektar Land.

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