Philippe Croizon Welt

Mann ohne Gliedmaßen schaffte Weltumrundung

Mann ohne Gliedmaßen schaffte Weltumrundung

Früheres Bild von seiner Durchquerung der Meerenge von Gibraltar (© dapd)

Philippe Croizon
Früheres Bild von seiner Durchquerung der Meerenge von Gibraltar
Ein Franzose ohne Gliedmaßen hat alle Meerengen zwischen den Kontinenten durchquert: Der vierfach amputierte Ausdauerschwimmer Philippe Croizon legte am Freitag zwischen Alaska und Russland die letzte Strecke der Tour zurück.

Der 44-Jährige kämpfte auf der rund vier Kilometer langen Strecke zwischen der US-Insel Little Diomede in Alaska und der russischen Insel Big Diomede gegen starke Strömung und nahezu eisige Temperaturen von vier Grad Celsius an und benötigte dafür rund 80 Minuten.

"Das war die härteste Schwimmstrecke meines Lebens", sagte der sichtlich bewegte Sportler nach seiner Ankunft. Begleitet wurde Croizon, der zum Schwimmen Prothesen und Schwimmflossen trägt, vom Langstreckenschwimmer Arnaud Chassery. Croizon sagte, seine Weltumrundung sei eine Botschaft an alle Behinderten in der Welt. "Ich sage ihnen, alles ist möglich, alles ist machbar, wenn man den Willen hat, über sich selbst hinauszuwachsen." Alle Menschen, ganz gleich ob behindert oder nicht, seien gleich.

Vier Meerengen durchquert
Gemeinsam mit dem 35-Jährigen Chassery war Croizon im Mai gestartet - insgesamt durchquerte das Duo vier Meerengen zwischen den Kontinenten. Die erste Etappe, von Ozeanien nach Asien, hatte von Papua-Neuguinea nach Indonesien geführt. Anschließend schwammen die Männer durch das Rote Meer von Ägypten nach Jordanien, um von Afrika nach Asien zu gelangen. Von Spanien nach Marokko führte die Strecke zwischen Europa und Afrika. Der Start in Alaska war wegen heftiger Stürme um einige Tage verschoben worden.

Dem Franzosen wurden 1994 alle vier Gliedmaßen amputiert, nachdem er einen schweren Stromschlag erlitten hatte. Eine Spannung von mehr als 20.000 Volt schoss ihm damals in den Körper, als er versuchte, eine Fernsehantenne vom Dach zu holen und dabei zu nah an eine Hochspannungsleitung geriet.

APA


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