Neuer Anlauf um Ikaria? Welt

Jetzt also doch: Griechen verkaufen Inseln!

Jetzt also doch: Griechen verkaufen Inseln!

Auf Ikaria hätte es ein Wiener Kaffeehaus geben können. Zum Verkauf stehen jetzt aber andere Inseln. (© Fotolia)

Malerische Orte säumen die Küsten von Ikaria
Auf Ikaria hätte es ein Wiener Kaffeehaus geben können. Zum Verkauf stehen jetzt aber andere Inseln.
Die Aufregung und Vorfreude war groß! Im Juli berichtete Heute mehrere Tage vom regen Interesse der griechischen Insel Ikaria, zu Österreich gehören zu wollen. Die Regierung in Athen zog damals die Notbremse. Jetzt bestätigte aber Regierungschef Antonis Samaras: Ja, er könne sich Verkäufe vorstellen. Zunächst aber nur im Fall von "unbewohnten Inselchen".

In der hitzigen Debatte über den Umgang mit dem hochverschuldeten Griechenland, ist die Forderung nach dem Verkauf von Inseln wiederholt auf dem Tisch gelegen. In der französischen Zeitung Le Monde hat Antonis Samaras nun selbst seine Bereitschaft erklärt, "unbewohnte Inselchen" zu verkaufen, um die Staatskassen zu füllen.

Samaras schränkt aber sogleich ein, dass Inseln nur verkauft würden, wenn dies die "nationale Sicherheit" nicht gefährde. Griechenland wolle die Inseln "nicht verramschen". Es gehe darum, "nicht genutztes Gebiet in Kapital umzuwandeln, zu einem fairen Preis".

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Lukratives Geschäft
Der Verkauf von Privatinseln in der Region läuft schon seit geraumer Zeit. Die auf den Verkauf von Privatinseln spezialisierte Webseite Private Islands Online hat rund 550 Inseln auf der ganzen Welt im Programm, jedes Jahr werden nach Angaben der Betreiber rund 20 Verkäufe abgewickelt. Billig ist der Spaß allerdings nicht. Für die griechische Insel Patroklos etwa müssen Interessenten für 320 Hektar rund 50 Kilometer vor Athen im Mittelmeer 180 Millionen Euro hinblättern.

Ikaria will zu Österreich

Diesen schönen Ausblick kann man auf Ikaria genießen.
Diesen schönen Ausblick kann man auf Ikaria genießen.
"Wir haben ganz unterschiedliche Kunden, Schauspielerinnen, Prinzessinnen, aber auch 'normale' Leute", beteuert Chris Krolow, Chef von Private Islands Online. "Wir haben vor kurzem einem Lehrer für 250.000 Dollar eine Insel in Ontario mit einem kleinen Haus verkauft." Eine wahre "Qualitäts"-Insel muss für Krolow drei Kriterien erfüllen: Warmes Klima, ein politisch stabiles Umfeld und die Möglichkeit, die Insel zu kaufen - das alleinige Nutzungsrecht sei unzureichend.

Haben Sie 18 Millionen Euro auf der Kante?
Griechenland, mit seinem angenehmen Klima und einer guten Infrastruktur, ist bei Inselkäufern schon länger im Visier. Laut Nicolas Mugni vom französischen Maklerunternehmen Demeures de Grece umfasst der Markt zwischen 60 und 70 Inseln. Weil aber viele davon nicht bebaut werden können, schrumpft das Angebot faktisch auf "rund ein Dutzend". Bei Demeures de Grece liegt die Preisspanne zwischen drei und 45 Millionen Euro.

Zuletzt hat das Unternehmen 2009 eine Insel in Griechenland verkauft. Dieses Jahr, so hoffen die Makler, könnte sich jemand für die sechs Hektar große Insel eines griechischen Adligen erwärmen. Kaufpreis hier: 18 Millionen Euro.

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