Pflegerin starb Welt

Kölner Zoo sperrte kurz nach Tiger-Attacke auf

Tiger Altai

Dieser Tiger tötete Ruth K.

Tiger Altai

Dieser Tiger tötete Ruth K.

Nach dem Todesdrama im Kölner Zoo, bei dem Tierpflegerin Ruth K. von einem sibirischen Tiger tödlich verletzt wurde, werden Vorwürfe an den Zoodirektor laut. Die Tote war noch nicht abtransportiert worden, trotzdem wurde der Tierpark wieder geöffnet.

Der dramatische Vorfall geschah Samstagmittag. K. wollte das Tiger-Gehege ausmisten und ließ die Tiere ins Freigehege. Dabei dürfte die erfahrene Pflegerin übersehen haben, dass Altai noch im Käfig war. Als sie mit ihrer Arbeit begann, schlich sich das Raubtier von hinten an die 43-Jährige heran, warf sie um und biss sie ins Genick. Dann flüchtete der Tiger durch die offene Käfigtüre in das Wirtschaftsgebäude.

Es wurde Alarm geschlagen, der Tiergarten evakuiert. Zoodirektor Theo Pagel erlegte dann das Tier mit zwei gezielten Schüssen aus seinem Gewehr. Die Polizei hatte dem Jagdscheinbesitzer die Erlaubnis erteilt, weil ihre Waffen zu schwach gewesen wären. Es bestand die Gefahr, das Altai aus dem Zoo ausbricht. Erst als der Tiger tot war konnten die Notärzte zu Ruth K, doch für sie kam jede Hilfe zu spät.

Nur 20 Minuten nach der Evakuierung wurden die Tore des Zoos wieder geöffnet. Zu diesem Zeitpunkt lag die tote Pflegerin noch im Käfig. Gegen Kritik an dieser Maßnahme wehrte sich Zoovorstand Christopher Landsberg gegenüber der Bild-Zeitung: "Wir konnten doch beispielsweise den Kindern nicht sagen: Heute darfst Du bei uns Deinen Geburtstag nicht feiern."

Erst mehr als eine Stunde nach dem tödlichen Biss wurde die Leiche der Tierpflegerin abgeholt, der Kadaver des Tigers gar erst knapp drei Stunden später.


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