Katastrophenschutzübung Welt

870.000 Japaner probten den Ernstfall

Katastrophenschutzübung in Japan

(© Reuters)

Katastrophenübung in Japan

Katastrophenübung in Japan
Ein Mann wird aus einem beschädigten Haus gezogen
In Japan fand am Samstag eine alljährliche landesweite Katastrophenübung zur Vorbereitung auf ein verheerendes Erdbeben statt. Die Simulation ging von einem starken Beben der Stärke 9,0 im Pazifischen Ozean mit mehr als 320.000 Toten aus.

Über 870.000 Menschen nahmen an der Übung teil. In Tokio wurde der Verkehr am Samstag an rund 120 Orten gestoppt, um Platz für Rettungs-und Militärfahrzeuge zu schaffen. U-Bahn-Passagiere wurden in Sicherheitszonen geleitet. Regierungschef Yoshihiko Noda gab in Arbeitskleidung eine improvisierte Pressekonferenz in seinem Büro.

Die Übung findet in Japan immer am Jahrestag eines schweren Bebens im Jahr 1923 statt, bei dem etwa 100.000 Menschen ums Leben kamen. Im März 2011 wurde Japan von einem Beben der Stärke 9,0 erschüttert, durch das 19.000 Menschen getötet und eine Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima ausgelöst wurden. Kernpunkt der Kritik am Betreiber war, dass das Kraftwerk nicht erdbebensicher erbaut worden war.

Erst am Freitagabend war nach einem Beben der Stärke 7,6 vor der Ostküste der Philippinen ein Tsunami-Alarm in Japan ausgelöst worden, der aber kurz darauf aufgehoben wurde.


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