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06.09.2012

"Sicherheitsrisiko"

Airline lässt behindertes Kind nicht mitfliegen

Familie Vanderhorst

Bede Vanderhorst (in der Bildmitte) wurde von American Airlines nicht an Bord gelassen. Der Grund: Der 16-Jährige leidet am Downsyndrom und stelle aufgrund seiner Behinderung ein Sicherheitsrisiko dar. (© Youtube)

Eine US-Airline ließ den geistig behinderten Sohn einer Familie nicht ins Flugzeug. Begründung: zu riskant. Nun wollen die Eltern klagen.

Schock für ein Paar, das mit seinem Sohn mit Down-Syndrom am vergangenen Sonntag am Gate vom Flughafen Newark auf den Einstieg wartete. Die Familie wollte in der Business-Class nach Los Angeles zurückkehren. Plötzlich teilte ihnen ein Mitarbeiter mit, dass ihr Sohn Bede, nicht mitfliegen könne, da er ein "Sicherheitsrisiko" für andere Passagiere darstelle. Daraufhin zückte die Mutter ihr Handy und filmte die Ausreden des Flugpersonals. Die Aufnahmen wird sie nun allenfalls vor Gericht vorweisen.

Vanderhorst

Die Mutter des Buben filmte den Airline-Mitarbeiter und ihren Sohn, der eine Baseball-Kappe in Händen hält. (© Youtube)

Airlines widersprechen
Laut den Eltern hatte sich ihr Sohn am Gate ruhig verhalten. Die Version der Angestellten von American Airlines widerspricht jedoch jene der Eltern vollkommen: Der Junge sei am Gate hin- und her gerannt. Da die Familie in der vordersten Reihe – gerade hinter dem Cockpit - hätte sitzen sollen, habe man "Angst um die Flugsicherheit" gehabt, erklärte ein Sprecher der Airline gegenüber dem TV-Sender "KTLA". Der unruhige Passagier hätte womöglich die Piloten während des Flugs abgelenkt.

Klage steht an
Die Eltern wollen den Vorfall nicht hinnehmen. Nachdem sie auf einem Flug mit United Airlines für ihre Heimreise umgebucht wurden, überlegen sie sich nun, American Airlines zu verklagen. "Meine Frau zitterte am ganzen Körper, als sie uns sagten, Bede dürfe nicht mitfliegen", sagte Robert Vanderhorst. Das Verhalten der Fluggesellschaft sei diskriminierend. Zudem sei es nicht das erste Mal, dass sein Sohn Bede mit ihnen reist. "Es hat diese Leute gestört, dass ein Kind mit Down-Syndrom in der ersten Klasse sitzt", mutmasst der Vater. Er wolle jetzt nicht nur das Geld von der Umbuchung in eine höhere Klasse zurückerstattet bekommen, sondern der Airline auch «eine Lektion erteilen», meint er. "Jeder Mensch sollte mit dem gleichen Respekt behandelt werden."



 



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