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08.09.2012

Todesursache: Kopfschüsse

Franzosen ermitteln wegen toter Familie in London

Die französischen Gendarmen wurden nach England geschickt, um weiteren Hinweisen nachzugehen

Die französischen Gendarmen wurden nach England geschickt, um weiteren Hinweisen nachzugehen (© AFP)

Zur Unterstützung der Ermittlungen um den Vierfach-Mord in Frankreich sind mehrere französische Polizisten in Großbritannien eingetroffen. Mittlerweile steht endgültig fest: Die Opfer starben durch Kopfschüsse.

Zwei Gendarmen aus Paris trafen am Freitagabend am City-Airport in der britischen Hauptstadt ein, wie ein Journalist berichtete. Zuvor war bereits ein Gendarm aus Annecy in London eingetroffen. Ein Kollege von ihm wurde am Samstag erwartet. Annecy liegt in der Nähe des Tatorts in den französischen Alpen, an dem am Mittwoch vier Leichen gefunden worden waren.

Zwei Mitglieder der Familie und britische Sozialarbeiter sind währenddessen nach Frankreich gereist. Sie sollen sich um die überlebenden Töchter des ermordeten Ehepaares kümmern.

+++ Musste Familie wegen Streit um Geld sterben? +++

Bei den Toten handelte es sich um den irakischen Familienvater Saad al-Hilli, seine Frau und seine Schwiegermutter. Auch ein Radfahrer, der offenbar zufällig vorbeikam, wurde erschossen aufgefunden. Die beiden kleinen Töchter der nahe London lebenden Familie überlebten die Bluttat - die Vierjährige blieb unverletzt, ihre siebenjährige Schwester wurde angeschossen und befand sich im Koma. Die Behörden in England und Frankreich hatten am Freitag die Identität der Opfer bestätigt.

Autopsiebericht bestätigt Kopfschüsse
Die Familie ist laut Autopsiebericht vom Samstag durch jeweils zwei Kopfschüsse getötet worden. Den zwei Männern und zwei Frauen sei "mitten in den Kopf" geschossen worden, sagte Staatsanwalt Eric Maillaud im ostfranzösischen Annecy. Am Tatort seien in etwa 25 Patronenhülsen gefunden worden. Zu der oder den verwendeten Waffen wollte er keine Angaben machen.

Die britische Polizei hat unterdessen das Haus der Eheleute in dem Örtchen Claygate untersucht. Der französische Staatsanwalt kündigte an, dass es von nun an keine täglichen Pressekonferenzen mehr gebe.

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