Nach Massenmord Welt

Utöya: Insel des Grauens soll Paradies werden

Utoya / Zukunftsvisionen

Glückliche Menschen auf grünen Wiesen: Eine neue Bühne für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen soll entstehen. Das hat der Vorsitzende der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF, Eskil Pedersen, angekündigt. Es soll jedoch kein Ferienlager mehr stattfinden. (© AUF)

Utöyas Zukunft nach Attentat

Utoya / Zukunftsvisionen
Ein Blick in die Zukunft Utöyas: Neue Häuser sollen auf der Insel gebaut werden, auf der Anders Behring Breivik im Sommer 2011 ein Massaker anrichtete.
Diese Meldung ist nichts für schwache Nerven. Auf der norwegischen Fjordinsel Utöya nahe Oslo, auf der Anders Behring Breivik seinen Massenmord verübt hat, sollen neue Häuser, ein neuer Strand und ein neuer Campingplatz entstehen. Nach dem Attentat mit 69 Toten wird der Ort zur Begegnungsstätte.

Schön sieht Utöya auf diesen ersten Bildern aus, die einen Blick in die Zukunft der norwegischen Insel liefern sollen. Sie zeigen die Insel in futuristischem Glanz, ein Strandabschnitt ist zum Schwimmen markiert. Ein großer Campingplatz mit Holzhäusern und -bänken dient als weiteres Motiv.

Wäre da nicht der 22. Juli 2011 gewesen, als die Insel zu einem Sinnbild des Schreckens wurde. Die norwegischen Jungsozialisten hatten ihr traditionelles Ferienlager veranstaltet, ehe Anders Behring Breivik Jagd mehr als 500 Teilnehmer machte und letztlich 69 Menschen erschoss.

In Zukunft will die sozialdemokratische Jugend an diesem Datum keine Ferienlager mehr auf Utöya abhalten. Die Insel soll aber stark umgestaltet werden, als Begegnungsstätte "für kommende Generationen" genutzt werden, wie der Vorsitzende der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF, Eskil Pedersen, ankündigte. Im Westen der Insel soll zumindest eine Gedenkstätte an die Opfer erinnern.

Spätestens 2015 soll alles fertig sein. "Die Insel soll für Leben und nicht für Tod stehen", so ein Überlebender.

Ende August wurde Breivik für seine Anschläge auf Utøya und in Oslo zu 21 Jahren Haft plus Sicherungsverwahrung verurteilt. Er legte keine Berufung gegen die Entscheidung der Richter ein. Der Schuldspruch ist damit rechtskräftig.

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