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10.09.2012
Massaker in den Alpen
Falscher Bombenalarm im Haus der Opfer-Familie
Politisch motiviert? Die Polizei sucht im Haus der Familie südlich von London nach Hinweisen über ein mögliches Motiv für das Massaker an den al Hallils (© Reuters )
Bei der Bluttat waren am Mittwoch in einer abgelegenen Gegend in der Nähe des französischen Chevaline ein Ehepaar und eine Großmutter in einem Auto, sowie ein zufällig vorbeifahrender Radfahrer erschossen worden. Ein sieben und ein vier Jahre altes Mädchen überlebten. Von ihnen erhoffen sich die Ermittler wichtige Hinweise zu den Umständen der rätselhaften Bluttat.
Was weiß die ältere Tochter?
Die ältere Tochter des getöteten Elternpaars steht nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch immer unter Schmerz- und Beruhigungsmitteln und wird deswegen erst in den nächsten Tagen vernommen werden können.
Die schwer verletzte Siebenjährige war von den Ärzten am Sonntag aus einem künstlichen Koma geholt worden. Die Ermittler erhoffen sich von dem Mädchen wertvolle Informationen über die bisher völlig mysteriösen Hintergründe der Tat. Die vierjährige Schwester überlebte das Verbrechen zwar unverletzt, konnte aber keinerlei Angaben zum Täter machen. Sie ist mittlerweile mit Verwandten und Betreuern nach England zurückgeflogen.
Das Haus der Familie Saad al-Hilli in Claygate, Süd-London (© Reuters)
Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Motiv für die Morde und hatte das Haus der Familie in Claygate bereits seit Samstag im Visier. Unter anderem gab es Hinweise auf einen Erbstreit. Doch der Bruder des erschossenen Mannes hatte sich gemeldet und erklärt, das sei ausgeschlossen.
Die Polizei teilte mit, von einem Familiendrama über einen missglückten Raubüberfall bis hin zu einer rassistisch motivierten Straftat sei alles möglich. Der getötete Vater stammte ursprünglich aus dem Irak und hatte unter anderem für ein Satellitentechnik-Unternehmen in Surrey gearbeitet.
Nach Informationen des französischen Fernsehsenders M6 wurde bei dem Gewaltverbrechen lediglich eine Waffe benutzt. Die vermutlich rund zwei Dutzend Schüsse seien aus einer automatischen Pistole mit dem Kaliber 7,65 Millimeter abgefeuert worden, hieß es am Montag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Alles deute auf eine ältere Waffe hin.
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